Retourkutsche für SPD und Pro Kierspe postwendend

Frank Emde gibt die Kritik zurück.

KIERSPE ▪ Als „öffentliche Effekthascherei“ bezeichnet Bürgermeister Frank Emde die Kritik von SPD und Pro Kierspe am Vorgehen der Verwaltung bei der Standortsuche für ein neues Feuerwehrgerätehaus. „Dies sollte allen, auch in der Feuerwehr, die Augen öffnen“, erklärte er und hob nochmals die große Bedeutung der Wehr hervor, deren „außerordentliches Engagement“ unbestritten sei. Er versicherte, dass die Stadt die Linie weiterverfolgen werde, die Standortsuche zusammen mit der Feuerwehr zu betreiben.

Emde stellte es als falsch und damit unwahr hin, dass die Verwaltung keine Informationen an die Politik gegeben habe, unter anderem nicht zu den Kosten, wie von den Fraktionsvorsitzenden Marc Voswinkel und Peter Christian Schröder behauptet worden sei. Voswinkel sei offenbar nicht in der Lage die Informationen richtig zu werten oder wolle dies bewusst nicht. So habe der Hauptausschuss und dann auch der Rat im März 2009 den aktuellen Brandschutzbedarfsplan beschlossen. Schwerpunkt darin sei die Fusion der Löschzüge 1 und 2 vor dem Hintergrund der Verbesserung der Tagesverfügbarkeit. Wesentliche Konsequenz sei der Bau eines neuen zentralen Gerätehauses, dessen Kosten im Plan beziffert seien. Seitdem sei der Gerätehausneubau politisch abgesichert und werde von der Verwaltung zusammen mit der Feuerwehr verfolgt.

Es seien verschiedene Überlegungen angestellt und Gespräche geführt worden. Tatsächlich existiere auch eine Skizze eines möglichen Baukörpers, der die Belange des dann großen Löschzuges erfüllt. „Die letzten Gespräche haben vor ein bis zwei Monaten stattgefunden. Inhalt war ein Standort, über den der Rat in der letzten Sitzung ebenfalls informiert wurde“, stellte der Bürgermeister fest. Ein weiterer Standort sei in dieser Woche von der Feuerwehr erneut ins Gespräch gebracht worden. Jetzt werde geprüft, ob dieser geeignet ist, danach gehe es um die Verfügbarkeit und erst im dritten Schritt dann um konkrete Planungen, für die im städtischen Haushalt, der ebenfalls Voswinkel und Schröder bekannt sei, 20 000 Euro enthalten seien, so Emde weiter. Er kann sich nicht verkneifen, hier darauf hinzuweisen, dass Pro Kierspe dem Etat seine Zustimmung verweigert habe und damit letztlich auch der Gerätehausplanung sowie grundsätzlich der kompletten Feuerwehrfinanzierung. Außerdem eröffnet Emde, dass zwar derzeit über die weitere Entwicklung im Bereich des Einkaufszentrums Wildenkuhlen mit dem Eigentümergesprochen werde, das Feuerwehrgerätehaus sei derzeit jedoch nicht Gegenstand. ▪ rh

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