Kiersper Weihnachtsmarkt ohne Regen

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Cordula Aschekowsky und Dorette Vormann-Berg, Horst Wenzel, Rolf Klute, Thomas Axt und Mike Reiners. ▪

KIERSPE ▪ Wenn in Kierspe der Weihnachtsmarkt stattfindet, dann regnet es auch. Das scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein. Doch in diesem Jahr entgehen Besucher und Händler dem Regen. Und sie können sogar in wohliger Wärme ihren Geschäften nachgehen.

Denn der städtische Weihnachtsmarkt findet in einem großen Zelt auf dem Hedberg statt. Unterstützung erhält die Stadtverwaltung bei der Organisation der zweitägigen Veranstaltung durch den Reservezug des KSV.

„Uns hat es einfach gestört, dass wir nahezu jedes Mal, wenn der Weihnachtsmarkt stattfand, komplett nass geworden sind. Außerdem hat der Regen immer dafür gesorgt, dass die Besucher entweder erst gar nicht gekommen oder schnell wieder gegangen sind. Das wollen wir nicht länger hinnehmen und haben uns deshalb überlegt, dass nur ein überdachter Markt die Situation ändern kann“, erklärt Mike Reiners vom Reservezug des KSV.

Aus diesen Überlegungen entstand die Idee, den Weihnachtsmarkt in ein großes Zelt zu verlegen. Und als geeigneter Platz bot sich der Schützenplatz auf dem Hedberg an. Denn dort findet sich nicht nur der Raum, um ein 50 mal 25 Meter großes Zelt aufzunehmen, sondern auch ein ausreichend großer Parkplatz, nämlich in dem asphaltierten Bereich, in dem bei einem Schützenfest die Kirmes aufgebaut wird.

Im Gegensatz zu den Schützenfesten wird die Bewirtung der Gäste nicht durch einen Zeltwirt sichergestellt, sondern wie bei jedem Weihnachtsmarkt durch die teilnehmenden Vereine, Verbände, Gruppen oder Gewerbetreibenden aus dem Stadtgebiet. „Nach unseren Berechnungen finden rund 50 Stände in dem Zelt Platz. Beim letzten Markt hatten wir inklusive der Hobbykünstler, die ihren Stand immer im Rathaus hatten, 40 Stände. Wir können also noch weitere Interessenten aufnehmen“, erklärt Cordula Aschekowsky von der Stadtverwaltung.

Stattfinden wird der Markt in diesem Jahr am Samstag und Sonntag, 8. und 9. Dezember. An dem Samstag ist der Markt von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

„Wir haben uns bei den Standgebühren an den Preisen von 2010 orientiert, um vor allem die Vereine und Einzelaussteller nicht zu überfordern“, so Reiners. Pro Stand werden jetzt pauschal 30 Euro pro Tag berechnet, in dieser Summe sind die Kosten für Strom, Wasser, Heizung, Licht, Gema, Bewachung und Müllentsorgung enthalten. Stände, die eine Versorgung mit Starkstrom benötigen, zahlen noch einmal 15 Euro zusätzlich. Dazu kommen noch Kosten, die sich aus der Länge der aufgestellten Tische, Stände und Verkaufswagen ergeben. Dort sind pro laufendem Meter und Tag noch einmal fünf Euro zu entrichten. Für Stände, die alkoholische Getränke ausschenken, erhöht sich dieser Betrag auf sieben Euro.

Einen Sonderpreis gibt es für die Hobbykünstler. Diese zahlen pauschal fünf Euro pro Stand und Tag, dazu kommen noch einmal fünf Euro für den laufenden Meter.

Ganz frei bei der Anschaffung der Getränke sind die Standbetreiber in diesem Jahr allerdings nicht, da sowohl die alkoholfreien als auch die alkoholhaltigen Getränke bei dem Zeltwirt gekauft werden müssen.

Theken und Zapfanlage können beim Zeltwirt gemietet werden.

Doch trotz all dieser Gebühren ist damit das große Zelt noch nicht bezahlt. „Diese Kosten sollen auf keinen Fall von den Standbetreibern gedeckt werden. Wir werden mit mehreren Veranstaltungen für eine Auslastung des Zeltes während der zwei Wochen sorgen und so die enormen Mietkosten finanzieren. Aber vielleicht meldet sich ja auch noch die eine oder andere Firma, die einen besonderen Ort für ihre Weihnachtsfeier suchen“, so Reiners

Anmeldungen für den Weihnachtsmarkt werden von Cordula Aschekowsky bis zum 5. Oktober im Rathaus entgegengenommen. Entsprechende Vordrucke wurden an die Vereine, Verbände, Einzelpersonen und Betriebe verschickt, die sich auch in der Vergangenheit beteiligten.

Dabei gilt wie immer, dass heimische Standbetreiber bevorzugt werden. Lediglich ergänzend können auch Verkäufer aus anderen Städten oder Gemeinden zugelassen werden. Anmeldungen sind auch über die Homepage der Stadt http://www.kierspe.de möglich.

Alle Akteure treffen sich zu einem ersten Besprechungstermin am Montag, 29. August, ab 19.30 Uhr im Ratssaal des Kiersper Rathauses. ▪ jobek

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