Reservezug sorgt für festlichen Glanz

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Die Weihnachtsbeleuchtung muss regelmäßig überprüft werden. Dies die Männer des Reservezugs des KSV. ▪

KIERSPE ▪ Treffpunkt ist der Lagerraum an der Kölner Straße, den KSV-Mitglied Thilo Frischholz dem Reservezug zur Verfügung gestellt hat. Acht Männer des Reservezugs des KSV versammeln sich hier, um am Tag vor Heilig Abend noch einmal die Weihnachtsbeleuchtung in Kierspe zu überprüfen.

Vom Bahnhof bis Kierspe Dorf verbreiten die Sterne ihr Licht und sorgen für weihnachtliche Stimmung. Und der Reservezug der Kiersper Schützen sorgt dafür, dass das so bleibt. Das Wetter ist an diesem frühen Freitagabend mit drei Grad vergleichsweise mild, es nieselt etwas, als der Trupp aufbricht, um zu Fuß die Strecke abzugehen.

Aufgeteilt in Gruppen auf beiden Straßenseiten, bewaffnet mit einer Leiter und einem Karton Reservebirnen, machen sie sich auf den Weg. Ein prüfender Blick zum ersten Stern, alles in Ordnung, weiter geht es. Vor der Gaststätte „Zum Bahnhof“ ist eine Birne defekt. Einer der Männer steigt auf die Leiter, der Kollege reicht ihm eine Gühbirne an, der Wechsel geht rasch und geübt.

Seit vergangenem Jahr verwenden die Schützen LED-Lämpchen, dadurch habe sich der Verschleiß erheblich reduziert. Fünfzehn bis zwanzig Birnen müssen wöchentlich ausgetauscht werden, vorher waren es hundert. Die alten Glühbirnen bleiben natürlich so lange in den Sternen, wie es geht.

Die weihnachtliche Straßenbeleuchtung wurde von der Volksbank gestiftet, die auch weiterhin die Ersatz-Birnen bezahlt, zusammen mit einem jährlichen Zuschuss in die Vereinskasse. Eine preisgünstige Lösung, finden die Reservisten, denn allein das Aufhängen der Weihnachtssterne ist mit viel Arbeit verbunden. Mit 25 bis 30 Mann wären sie einen halben Tag im Einsatz gewesen, berichten sie.

Im Reservezug sind mehrere Elektriker vertreten. An diesem Freitagabend ist Rolf Kluth, bei seinen Kameraden eher als „Bonzo“ bekannt, mit von der Partie. Es sei schon sinnvoll einen Fachmann dabei zu haben, meint einer der Aktiven. Man hantiere schließlich nicht mit Niederstrom. Gefährlich sei die Arbeit aber nicht, fügt er beruhigend hinzu.

Die wöchentlichen Wartungsarbeiten werden normalerweise von Zweier-Teams erledigt, die dann auch eher mit dem LKW unterwegs sind; Heino Becker und T+S Herne stellen sie zur Verfügung. Aber an diesem Freitag soll der Abend mit einem kleinen Umtrunk enden.

Vom Wert ihrer Arbeit überzeugt, wissen die Schützen der Pflicht auch positive Seiten abzugewinnen. Die Geschäftsleute würden sie unterstützen, berichten sie und erzählen von Einladungen zu Glühwein, Kaffee und Plätzchen. Ans Aufhören denkt deshalb niemand, auch wenn das Wetter ihnen häufig zusetzt. Kälte und Nässe sind der Normalfall, im letzten Jahr musste das Abhängen verschoben werden. Bis Mitte Januar 2012 ist Kierspe noch weihnachtlich beleuchtet.

Von Birgitta Negel-Täuber

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