Reservisten gehören zum Kern des Kiersper Schützenvereins

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Bereits 1968 gründete sich der Reservezug innerhalb des Kiersper Schützenvereins aus ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr. Später erfolgte die Öffnung für Mitglieder des Bundesgrenzschutzes, der Polizei, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks.

Kierspe - Der Kiersper Schützenverein 1899 (KSV) besteht neben dem Vorstand und dem Kommando auch aus seinen Abteilungen. Sie bilden den eigentlichen Kern des Vereins.

Mit dazu gehört auch der Reservezug. Dieser Zug gründete sich im Jahr 1968. Einige Mitglieder des Kiersper Schützenvereins fanden sich zusammen mit der Idee, die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl, wie sie es als Soldaten der Bundeswehr erlebt hatten, weiter zu pflegen und zu erhalten. 

Der Meinerzhagener Thomas Wever wurde in Kierspe Reservezugskrähenkönig. Ein Grund für die Kiersper und Meinerzhagener Schützen fröhlich zu feiern.

Sollten sich anfangs die Mitglieder des Reservezuges nur aus ehemaligen Angehörigen des deutschen Militärs zusammensetzen, öffnete er sich bald auch für Mitglieder anderer Institutionen – wie Bundesgrenzschutz, Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk. Auch über die Grenzen der deutschen Staatsangehörigkeit hinaus fanden Reservisten der Alpini-Soldaten des italienischen Heeres und eines schottischen Regimentes der Royal Army den Weg in den Reservezug. 

Schon ein Jahr nach der Gründung wählte der Reservezug als Symbol eine Standarte, hinter der sich die Zugmitglieder sammeln und die dem Zug bei allen offiziellen Veranstaltungen vorangetragen wird. Zusätzlich wurde 1974 die aus dem Jahr 1867 stammende Fahne des ehemaligen Landwehrvereins Kierspe übernommen. 

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Reservezuges im Jahr 1993 wurde ein eigenes Zugwappen entworfen. Es zeigt links den Kiersper Rauk vor dem Zwiebelturm der Margarethenkirche auf „schützengrünem“ Grund. Auf der rechten Seite befindet sich das Verbandsabzeichen der 7. Panzerdivision der Bundeswehr, das auch als Ärmelabzeichen auf der Uniform des Zuges getragen wird. Im oberen Bereich befindet sich der Schriftzug „KSV 1899“ zum Zeichen der Zugehörigkeit zum Kiersper Schützenverein und im unteren Bereich das Kürzel des Reservezuges mit dem Gründungsjahr. Eingerahmt wird das Wappen durch eine silberne Paspelierung, welche das 25-jährige Bestehen signalisiert. 

In diesem Jahr unternahm der Reservezug einen Ausflug zum Taktischen Luftwaffengeschwader 31 in Nörvenich.

Die Arbeit des Reservezuges wird durch zahlreiche Veranstaltungen und Aufgaben innerhalb des Schützenvereines geprägt. Jährlich wird das Schießen um den Reservezugsorden in den Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole unter den Mitgliedern durchgeführt. Dass diese Übungen im Umgang mit dem Luftgewehr nicht vergeblich sind, ist daraus ersichtlich, dass der Reservezug bis heute vier Schützenkönige innerhalb des KSV stellte. 

Die Mitglieder des Zuges begleiten den jeweils amtierenden König zu Schützenfesten befreundeter Vereine und nehmen gemeinsam an Veranstaltungen und Zugfahrten teil. Zu den Hauptaufgaben des Zuges beim Schützenfest gehört das Schmücken der Straßen mit grün-weißen Fahnenketten und Birkengrün, das Betreiben eines Bierstandes auf dem Antreteplatz am Vereinslokal, die Organisation und Durchführung des Hedberg-Festivals am Freitag vor dem Schützenfest, aber auch neuerdings von „Haunerbusch on the Rocks“ in der Jahnhalle.

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