Kirche St. Josef soll bis Ende des Jahres renoviert werden

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Startschuss zur Spendenaktion war die Überreichung eines Schecks über 1000 Euro von Ulrich Jatzkowski, Gemeinderatsvorsitzender (2. von rechts), an die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Dr. Gabriele Menger. –

KIERSPE – Hier eine undichte Stelle im Mauerwerk, dort Putz, der von der Wand bröckelt – und die Einfassungen der Fenster im Chorraum müssen auch ausgebessert werden. Die Kirche St. Josef ist in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig. Von Gertrud Goldbach

Die nun anstehenden Renovierungsarbeiten waren Thema auf der vergangenen Gemeinderatssitzung, bei der die Mitglieder des Rats über die Planungen informiert worden sind. Ferner war diese Sitzung aber auch der Startschuss zur Spendenaktion zur Deckung der Renovierungsarbeiten. Pastor Gregor Myrda und Dr. Gabriele Menger, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, erhielten vom Gemeinderat St. Josef einen Scheck über 1000 Euro.

771 000 Deutsche Mark kostete im Jahr 1961 der Neubau der Kirche St. Josef, 200 000 D-Mark die Renovierung 1994. Für die nun anstehenden Arbeiten sind rund 460 000 Euro veranschlagt worden, also fast genau soviel, wie die Kirche einschließlich der ersten Renovierung gekostet hat. „St. Josef wird voraussichtlich im September noch vollständig eingerüstet werden. Der alte Putz wird aufgeraut und ein neuer aufgezogen, um schadhafte Stellen gleichmäßig auszubessern. Anschließend erhält die Kirche einen neuen Anstrich. Hierbei handelt es sich um ein hochspezialisiertes Verfahren“ informierte Ulrich Jatzkowski, Vorsitzender des Gemeinderats. Das ist jedoch nicht alles. Das Maßwerk im Chorraum, das ist die Einfassung der Rosenfenster, muss renoviert werden und erhält zudem eine Schutzvorrichtung um Beschädigungen durch Vandalismus vorzubeugen. Auch sind einige der Rosenfenster defekt und werden erneuert. Ferner werden an der Dachstruktur Verbesserungen vorgenommen.

Ingenieurbüro setzt 50 Arbeitstage an

„Die Denkmalschutzbehörde hat die Renovierungsvorschläge freigegeben und genehmigt, so dass nun mit den Arbeiten begonnen werden kann“, so Jatzkowski. Als Bauzeit hat das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro 50 Arbeitstage angesetzt, so dass bei günstigen Wetterbedingungen die Renovierung zu Weihnachten abgeschlossen sein könnte.

Auch wenn die Pfarrei nicht die vollen Kosten der Renovierung tragen muss, einen Betrag in Höhe von 85 000 Euro muss sie selbst stemmen. Aus diesem Grunde sind bei der Volksbank Kierspe unter der Kontonummer 41 52 66 900 (Bankleitzahl 45 86 14 34) und bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen unter der Kontonummer 75 051 (Bankleitzahl 45 85 16 65) Spendenkonten eingerichtet worden. So hat die heimische Bevölkerung die Möglichkeit, die Renovierung dieses architektonisch außergewöhnlichen und das Kiersper Stadtbild prägenden Gebäudes zu unterstützen.

Ihren Anfang fand die Spendenaktion mit der Überreichung des Schecks über 1000 Euro an den Kirchenvorstand, der auch der Bauträger der Renovierungsmaßnahme ist. Möglichkeiten, sich an der Finanzierung selbst zu beteiligen sind die Türkollekten, die künftig an jedem ersten Wochenende eines Monats in der Kirche abgehalten werden. Auch werden die Überschüsse aus dem Gemeindefest, dem Bayerischen Abend Ende Oktober und dem Adventsbasar der Frauengemeinschaft Ende November in die Finanzierung der Kirche eingehen. Spender erhalten auf Wunsch eine Quittung, die zudem dem Spender hilft, sein zu versteuerndes Einkommen zu senken.

Damit auch künftig noch gesehen werden kann, wer sich an der Finanzierung beteiligt hat, überlegt der Gemeinderat, eine Spendentafel mit den Namen aller Spender am Schluss der Spendenaktion zu erstellen und sie in der Kirche an hervorgehobener Stelle anbringen zu lassen. Doch bis es soweit ist stehen noch 85 000 Euro von der Pfarrei selbst aufzubringende Kosten dazwischen.

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