Rekord bei den Briefwählern deutet sich an

Dorette Vormann-Berg und Andreas Lockemann informierten gestern über die letzten Wahlvorbereitungen im Rathaus. ▪

KIERSPE ▪ Alles deutet darauf hin, dass es vor Ort einen neuen Rekord bei den Briefwählern gibt: Am Mittwochmittag wurden im Rathaus bereits 1998 gezählt, wie Hauptamtsleiterin Dorette Vormann-Berg und Andreas Lockemann vom städtischen Wahlteam informierten.

Damit nutzt bislang schon fast ein Sechstel der Wahlberechtigten diese Möglichkeit, ihr Votum für die Zusammensetzung des Düsseldorfer Landtags abzugeben. 2010 war insgesamt nur eine Zahl von etwas mehr als 1800 erreicht worden. Was diesmal für eine hohe Resonanz spricht, denn immerhin waren es gestern noch immer viereinhalb Tage bis zur Schließung der Wahllokale am Sonntagabend.

Ob die starke Nachfrage auf eine bei dieser vorgezogenen Landtagswahl höhere Wahlbeteiligung hinweisen könnte oder einfach bloß darauf, dass immer mehr Bürger sich durch die Stimmabgabe nicht die Sonntagsgestaltung vorbestimmen lassen möchten und ohnehin vielleicht auch den Weg in die Wahllokale scheuen, das konnten die beiden gestern jedoch auch nicht genau sagen. Vormann-Berg machte nur nochmals darauf aufmerksam, dass am kommenden Sonntag mit Muttertag ein besonderer Tag ist.

Die Vorbereitungen der NRW-Wahl sind im Rathaus bereits sehr weit gediehen und befinden sich jetzt in der Endphase. Gestern Nachmittag wurden von Anja Kluth die Koffer für die Wahlvorstände gepackt. Hinein kommen unter anderem Stimmzettel, Wahlbekanntmachung, Hinweisschilder, Niederschriftformulare, Wählerverzeichnis, Umschläge für Stimmzettel, Gesetzestexte, Büromaterial und natürlich auch die Schlüssel für die Wahlurnen.

Die Wahlvorsteher, unter denen sich diesmal übrigens fünf neue befinden, werden am morgigen Freitag um 19 Uhr im Rathaus im Rahmen einer Unterweisung nochmals über ihre Aufgaben und wichtige Fragen informiert. Zudem erhalten sie die Koffer. Unter den Wahlhelfern sind auch wieder einige junge Erwachsene, die noch Schüler sind.

„Bis 18 Uhr hat am Freitag das Einwohnermeldeamt geöffnet. Bis dahin werden noch Briefwahlunterlagen ausgegeben und es kann direkt im Rathaus gewählt werden“, machte Vormann-Berg aufmerksam. Danach werde das Wählerverzeichnis geschlossen und jeweils für die Wahlvorstände ausgedruckt. Wie bei allen Wahlen sind am kommenden Sonntag Bürgermeister Frank Emde und der Beigeordnete Olaf Stelse im Einsatz. Sie suchen die 20 Wahllokale auf und überbringen das Erfrischungsgeld, dabei teilen sie sich die Zahl auf.

Ab 17.30 Uhr öffnet die Wahlzentrale im großen Sitzungssaal des Rathauses für interessierte Bürger ihre Türen. Das ist besonders nach 18 Uhr interessant, wenn aus den Wahllokalen die Ergebnisse auflaufen. Es wird wie immer live über den Ausgang der Wahl in Kierspe, den Nachbarstädten, im Kreis und den Nachbarkreisen informiert. Dafür steht unter anderem der neue Multimediawürfel zur Verfügung. ▪ rh

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