Reitverein stellt sich für 2011 auf

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Neue Reitlehrerin und neues Voltigierpferd: Yvonne Mischke und Campino gehören seit Oktober beziehungsweise seit Sommer zum Reitverein Kierspe.

KIERSPE ▪ Sie reitet selbst, seit sie sechs Jahre alt ist. Mittlerweile hat sie bereits ihren 30. Geburtstag gefeiert und gibt selbst Reitunterricht: Seit Oktober bringt Yvonne Mischke jungen Schülern immer montags- und donnerstagsnachmittags in der Halle des Reitvereins Kierspe in Hohenholten das Reiten näher.

Mischke verstärkt seitdem das Reitlehrerteam des Schulbetriebs, denn Kerstin Lück und Katrin Esser teilen sich die Unterrichtsstunden am Mittwoch, Freitag und Samstag. Auch dienstags soll bald wieder Reitunterricht angeboten werden, den will Mischke eventuell auch übernehmen.

Die Kiersperin ist zwar gelernte pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, arbeitete aber schon in den vergangenen drei Jahren als Reitlehrerin auf dem Therapiehof in Linden. Nachdem dieser dann im Herbst schloss, passte es gut, dass der Reitverein in Hohenholten eine weitere Lehrerin suchte.

Aus ihrer Arbeit auf dem Therapiehof konnte sie vieles für den regulären Reitunterricht übernehmen. „Wenn Kinder ängstlich sind, führe ich sie spielerisch ans Reiten heran.“ So baut Mischke in ihren Unterricht oft Übungen mit Tüchern, Bällen oder Aufgaben wie Magnete-Angeln ein.

Der Trend gehe momentan dahin, dass immer jüngere Kinder anfangen möchten zu reiten. „Mit denen kann man dann erst einige Male das Pferd putzen. Und sie können lernen, es zu führen. Erst wenn sie dann wirklich den Wunsch äußern, sich aufs Pferd zu setzen, lasse ich sie reiten.“ Dadurch baue sich Vertrauen auf. „Man kann kein Kind zwingen, das führt zu nichts.“

Viele Reitschüler, die die 30-Jährige schon am Reit- und Therapiehof Linden unterrichtet hat, sind jetzt mit ihr zum Reitverein Kierspe gewechselt. „Dafür bedanke ich mich bei ihnen sehr. Schließlich bringen sie mir auch eine Menge Vertrauen entgegen.“ Da die „Mitgereisten“ aber zumeist noch jünger sind, sind die beiden kleinen Schulponys des Vereins – Lissy und Polly – zurzeit voll ausgelastet, weswegen Mischke auch eine Warteliste angelegt hat.

Einige Ideen für 2011 hat Mischke auch schon: Sie würde gern eine Kinder-Pony-Reitstunde einrichten. „Ich möchte sie vor allem durch Spaß begeistern, sie sollen schnell ihre Angst verlieren.“ Außerdem könnte sich die neue Reitlehrerin vorstellen, eine Horse-Boy-Mannschaft ins Leben zu rufen. Bei diesem Sport treten zwei Mannschaften gegeneinander an, die einen Ball mit acht Lederschlaufen in das gegnerische Tor werfen müssen – natürlich alles vom Pferderücken aus. Und landet der Ball mal auf dem Boden, muss der Spieler eben Gelenkigkeit beweisen. „Dieser Sport zieht vor allem Jungs an, weil er sehr actionreich und schnell ist“, so Mischke.

Neues Voltigierpferd wird zurzeit ausgebildet

Auch bei den Voltigiergruppen gibt es eine Neuerung, denn der Verein hat im Sommer ein neues Pferd gekauft. Campino, ein zehnjähriger brauner Rheinländer, wird seitdem für den Voltigiersport ausgebildet und macht gute Fortschritte. Der Wallach ist im Schritt schon gut an der Longe einsetzbar, so dass die drei Gruppen schon auf ihm trainieren können. Damit die Voltigruppe I auf ihm in 2011 auch im Galopp starten kann, ist zwar noch ein wenig Übung nötig, bis zum Start der Turniersaison sollte aber noch genügend Zeit sein.

Campino misst knapp 1,80 Meter. Was Laien sehr groß erscheinen mag, ist für das Voltigieren aber unerlässlich. Denn in den höheren Klassen starten die Turnerinnen in der Kür teilweise zu dritt. Dafür ist natürlich ein recht langer Rücken nötig, der durch die Größe des Pferdes gegeben ist.

Mit Locke dachte der Verein zudem, ein Voltigierpferd für die kleineren Gruppen und ein Reitpferd für Anfänger im Schulunterricht gefunden zu haben. Allerdings zeigten sich jetzt nach einigen Wochen Eingewöhnungszeit charakterliche Mängel, so dass Locke den Verein wohl bald wieder verlassen wird. Dafür soll ein anderes Kleinpferd angeschafft werden. ▪ Isabelle Strohkamp

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