Industriebrache: Gibt es wirklich eine Lösung?

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Noch immer liegen ungezählte Reifen in der Zufahrt der Industriebrache an der Volmestraße.

Kierspe - Seit Jahren verärgern Reifenstapel, herumliegende Öldosen und Bauschutt auf dem Gelände einer ehemaligen Industrieanlage zwischen Volmestraße und Volme in Kierspe die Anwohner. Nach deren Angaben ändert sich dort nichts zum Guten – eine Meinung, die die Kreisverwaltung nicht teilt.

Nach wie vor sind Norbert Fastenrath und Rüdiger Voswinkel als Nachbarn unglücklich über den Anblick, den das alte Hammerwerk an der Volme bietet. Fastenrath, der den danebenliegenden Reifenhandel betreibt, muss sich immer wieder fragen lassen, ob die im Zufahrtsbereich des Grundstückes abgekippten Reifen von ihm stammen. Er wollte das Gelände samt Gebäude vor rund eineinhalb Jahren kaufen und war sich mit dem Eigentümer auch einig. Doch letztlich war der Eigentümer zu dem Termin beim Notar nicht erschienen.

Im Sommer des vergangenen Jahres schien dann Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Nach Aussage der Stadtverwaltung sollte es einen neuen Eigentümer geben. Dieser hatte das Gelände im Sommer auch mit einem Bauzaun gesichert. „Es wurden auch ein paar Photovoltaik-Module verlegt und ein kleines Stück des Dachs abgedichtet. Doch danach ist nichts mehr passiert“, so Fastenrath.

Voswinkel ergänzt, dass es laut Grundbucheintrag zwar eine Auflassungsvormerkung gebe, aber keinen neuen Eigentümer. „Aber wer will das auch kaufen, bei all den Belastungen, die im Grundbuch eingetragen wurden.“

Vor allem machen sich die Nachbarn aber Gedanken um die Gefährdung, die von den auf dem Grundstück gelagerten Stoffen ausgehen. Fastenrath spricht von einem gefüllten Ölfass im Keller, Voswinkel von Öldosen, die auf dem Gelände liegen. Für jeden unübersehbar sind die Reifenstapel.

Doch nach Auskunft des Pressesprechers des Märkischen Kreises, Henrik Klein, gibt es erneut oder immer noch Hoffnung. „Der Eigentümerwechsel ist vollzogen. Wir sind mit der neuen Eigentümerin in Kontakt und diese hat auch zugesagt, auf dem Gelände aufzuräumen.“

Der Märkische Kreis, dessen Zuständigkeit sich aus der Umweltproblematik ergibt, geht sogar soweit, mitteilen zu lassen, dass „sich die Situation verbessern“ wird. Klein: „Wir bleiben aber dran und werden genau beobachten, was geschieht.“

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