Große Hoffnung auf den ersten Stern

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Grundlage für die Erstellung des Regionale-Konzepts war die rege Bürgerbeteilgung, hier der Ideenbus, der am Rewe-Markt Station machte.

Kierspe - „5G*Meinden bauen ihr Netz der Zukunft“ lautet der Titel des bürgerschaftlich erarbeiteten integrierten Rahmen-, Handlungs- und Zielkonzept, mit dem sich die Städte und Gemeinden Kierspe, Meinerzhagen, Halver, Schalksmühle und Herscheid bei der Südwestfalenagentur für die Regionale 2025 bewerben.

„Wir hoffen, damit den ersten Stern zu erhalten“, schloss Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebiets Bauverwaltung, Planung und Gebäudemanagement, seine Ausführungen in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung. Im Gremium hatte Schürmann die wesentlichen Eckpunkte des Konzepts vorgestellt, das vom Büro „nonconform ideenwerkstatt“ erabreitet worden ist und dem eine „rege Beteiligung der Bürger“ vorausgegangen war. Sobald die fünf Kommunen den ersten Stern erhalten haben, gehe es darum, die grob angelegten Maßnahmen konkreter zu planen. Drei Sterne müssen Herscheid, Schalksmühle, Halver, Meinerzhagen und Kierspe erhalten, um in den Genuss der Regionale-Fördermittel zu gelangen.

Bachfreilegung und Margarethenkirche

Als Kiersper Projekte nannte Schürmann die Bachfreilegung im Bereich Tulpenplatz und die Margarethenkirche einschließlich der Jahnstraße bis zur ehemaligen Firma Reppel und Vollmann etwas unter den Aspekten Bildung und Städtebau getan werden soll. Vorstellbar sei auch, so der Sachgebietsleiter weiter, bis zur Gesamtschule zu gehen.

Die Dinge seien aber noch abstrakt und konzeptionell. Die entsprechenden Strategien müssten weiter entwickelt werden und sollen dadurch zu einem Qualitätssprung verhelfen. Dazu sollen das Netz der Zukunft, das grüne Netz, das Netz der Mobilität, das Netz der Angebote und Aktivitäten – in den Bereichen Bildung, neue Arbeitswelten, Gesundheit, Kultur und lebendige Orte – sowie das Netz der Beziehungen beitragen.

Diese Eckpunkte wurden vom Büro „nonconform“ festgelegt und dazu als „Leuchttürme“ ein Wander- und Naturerlebniszentrum Nordhelle, ein Kreativ-Quartier Wippermann, ein Kompetenzzentrum Gesundheit und ein Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum aufgelistet. Zudem gebe es jeweils auch „Satelliten“ wie beispielsweise eine Event- & Mehrzweckhalle. Leise Kritik an dem Konzept für die Regionale 2025 übte Horst Becker (CDU): „Bleibt Rönsahl außen vor?“ Kierspe bestehe aus den drei Ortsteilen Bahnhof, Dorf und Rönsahl und er bekräftigte, dass „wir auch Kiersper sind“. Natürlich könnten auch von Rönsahlern in Rönsahl Projekte entwickelt werden, hieß es in der Ausschusssitzung. Zudem wurde an das erstellte Dorfinnenentwicklungskonzept erinnert, aus dem heraus sicherlich noch Projekte entwickelt werden könnten.

Konzept einstimmig verabschiedet

Letztlich hieß es aber für die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung, das bereits bei der Südwestfalenagentur eingereichte Konzept für die Regionale 2025 zu bestätigen – dies geschah ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen. Nun heißt es also warten, ob die „5G*Meinden“ den ersten erhofften Stern für das Förderprogramm Regionale erhalten werden.

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