Stadt Kierspe sagt "Ja" zu erneuter Regionale-Bewerbung

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Die Regionale 2013 hat Kierspe an einigen Stellen verändert. Unter anderem entsteht derzeit mit den Fördermitteln des Landes der Volmefreizeitpark.

Kierspe - Während derzeit noch Projekte aus der Regionale 2013 im Stadtgebiet realisiert werden – der Baufortschritt des Volmefreizeitparks zeugt davon –, wird schon eine neue Förderung des Landes NRW in Betracht gezogen. Als Vertretung für die 59 Kommunen der Region bewirbt sich die Südwestfalen-Agentur um Gelder aus einer Regionale 2022 oder 2025.

Die Naherholungsfläche an der B 54, das Fassadenprogramm an der Kölner Straße sowie die Verlegung und Teil-Renaturierung der Volme, aber auch die Umgestaltung des Stadthallenumfeldes in Meinerzhagen: Die Maßnahmen, die mit Hilfe der Regionale in den vergangenen Jahren in Kierspe und Umgebung umgesetzt wurden, haben und werden das Bild der Region nachhaltig verändern. Nun besteht für die Kommunen in Südwestfalen – zumindest theoretisch – die Möglichkeit, auch in Zukunft Förderungen des Landes für weitere Strukturprogramme zu erhalten.

Im vergangenen Jahr präsentierten die Verantwortlichen die Ergebnisse des Fassadenprogramm an der Kölner Straße.

Das Städtebauministerium NRW hat Ende Juni verkündet, dass die Regionale bis 2025 fortgeführt wird. Die Regionen haben bis zum 9. Dezember Zeit, sich zu bewerben. Ziel soll es sein, Lösungen für die Probleme der Zukunft zu finden. Dazu zählt das Ministerium unter anderem Integration, Bildung, Demografischer Wandel, Klimaschutz, Arbeitsplätze sowie die Entwicklung von Stadt und Land – auch im Bezug auf ihre Infrastruktur. In den Fokus stellen die Verantwortlichen vor allem die Digitalisierung. Von den Bewerbern wird eine sogenannte Regionale-Strategie erwartet, in der sie ihre möglichen Projekte, Ziele und Handlungsfelder umreißen.

Nachdem die Regionale 2013 bereits insgesamt 153 Millionen Euro nach Südwestfalen gespült hatte, erhofft sich die zuständige Agentur einen ähnlichen Erfolg aus der neuerlichen Bewerbung, für die nun die Zustimmung der fünf Kreise (Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis) erforderlich ist, erklärt Margrit Prohaska-Hoch, Projektmanagerin der Südwestfalen-Agentur auf Anfrage der MZ.

In 2015 erfolgte der Durchstich des neuen Flussbetts der Volme. Im Zuge der Regionale wurden Teile des Gewässers verlegt und renaturiert.

Auch die beteiligten Städte und Gemeinden können abstimmen. Sollte von einer oder mehreren Kommunen ein negatives Votum kommen, dann werde man aller Voraussicht nach ohne diese weitermachen, so Prohaska-Hoch. „Es besteht kein Zwang. Bis Anfang Dezember müssen erst einmal die Kreise abgestimmt haben, damit wir die Bewerbung beim Land einreichen können. Die Städte haben bis Frühjahr 2017 genug Zeit, um auch mit uns Details zu klären.“ Mit viel „Gegenwind“ rechne man bei der Agentur nicht. Schließlich fallen zunächst keine Kosten an. „Die Erfahrungen aus der Regionale 2013 haben gezeigt, dass auch die Kommunen, die nicht an Projekten beteiligt waren, über die Stadtgrenzen hinaus Themen besprochen haben.

Auch der Rat der Stadt Kierspe wird am 29. November sein Okay für die Bewerbung geben, davon geht Bürgermeister Frank Emde aus, der sich zusammen mit seinen drei Amtskollegen „oben an der Volme“ für die Initiative der Agentur ausspricht. Sollte die Region Südwestfalen den Zuschlag bekommen, werden die vier Volmekommunen an die Ausarbeitung von Projekten gehen. „Bereits bei der Regionale 2013 haben wir die entsprechenden Handlungsfelder versucht abzudecken. Jetzt müssen wir weitermachen.“ Emde rechnet mit einer Entscheidung über die Zuweisungen bis Mai 2017. „Jetzt geht es vorrangig für die Agentur darum, strategische Strukturen zuschaffen und einen Fuß in die Tür zubekommen.“

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