Rege Beteiligung an Müllsammelaktion der UWG

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Auch in diesem Jahr hatten die Sammler viel zu tundenn manche Zeitgenossen sparen sich den Weg zur Deponie und entsorgen ihren Bauschutt in der Natur. -

Kierspe - Friedhelm Fernholz organisiert den Frühjahrsputz inzwischen beinahe „mit links“. Seit vielen Jahren ist er für die Müllsammelaktion der UWG verantwortlich, entwirft Einsatzpläne und findet spontan Lösungen, wenn etwas nicht klappt.

Alle Kiersper Schulen, viele Vereine und etliche Privatpersonen beteiligten sich am späten Freitagnachmittag am Großreinemachen.

Das war auch nötig, wie die „Ausbeute“ ergab. Denn die Straßenränder und Wälder werden nicht nur durch achtlos weggeworfene Flaschen, Papierreste, Plastiktüten und jede Menge Zigarettenstummeln verunreinigt, die Helfer brachten auch viel Bauschutt zum Bauhof am Rathaus. Manche uneinsichtigen Zeitgenossen hatten sich den Weg zur Deponie gespart und Plastikrohre, Metallteile und Kabelreste kurzerhand in der Natur entsorgt. Ein großer Sack Kaninchenstreu war auch dabei – wahrscheinlich war das Kaninchen gestorben.

In kleinen Trupps, meist zu zweit, durchkämmten die Helfer die Außenbezirke, ausgestattet mit Arbeitshandschuhen und großen Müllsäcken. Die wurden anschließend mit Lastwagen und Hängern zum Bauhof gebracht. Die Fahrzeuge wurden wieder von Firmen und Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Dies waren neben der Stadt Kierspe die Firmen Wolfgang Funke, Eschrich, Peripherie-Technik Sinn, Schmidt & Pauls, Hohage, Wisch, Latifi und Hebebrand, Friedrich-Wilhelm Alberts und Dieter Grafe.

Die Schüler hatten ihre Schulgelände schon am Vormittag gereinigt, aber viele Jugendliche waren auch am Nachmittag noch einmal dabei: Die Jugendabteilungen des DRK, der Feuerwehr und der Tornados kamen um zu helfen, außerdem mehr als 20 Mädchen und Jungen aus der Baptistischen Brüdergemeinde. Erstmals beteiligte sich auch eine größere Gruppe Flüchtlinge zusammen mit Ehrenamtlichen vom Verein Menschen helfen. Friedhelm Fernholz war zufrieden, insgesamt waren rund 200 Sammler an diesem Tag im Einsatz.

Weil Müll sammeln hungrig macht, gab es nach getaner Arbeit einen Imbiss für alle, gestiftet vom Rewe-Markt. So erfolgreich die Aktion auch war – eigentlich wünscht man sich, dass sie irgendwann überflüssig wird. Aber das wird wohl auch weiterhin ein frommer Wunsch bleiben.

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