L 528: Die unendliche Geschichte

+
Vor allem im Bereich der Serpentinen hat die L 528 wieder Schaden genommen. Nach Abschluss eines Gerichtsverfahrens soll festgelegt werden, in welchem Umfang die Straße erneut saniert oder repariert wird.

Kierspe - Die L 528 im Bereich der Eierkurven scheint zu einer unendlichen Geschichte zu werden. Nach vielen Jahren erstmalig saniert, wies die Straße nach wenigen Jahren schon wieder massive Schäden auf. Doch Straßen.NRW ist zuversichtlich, dass die Straße in Zukunft erneut instand gesetzt wird.

Bevor die Landesstraße 528 im Bereich der Eierkurven 2013 eine neue Decke erhielt, bestand sie nur noch aus einer Aneinanderreihung von Schlaglöchern. Politiker aus Land und Bund, die Stadtverwaltung und auch der Rat hatten sich immer wieder dafür verwandt, die Straße instand zu setzen. Doch, als dieses vor sechs Jahren endlich geschah, wehrte die Freude nicht lange. Bereits wenige Jahre nach der Reparatur tauchten die ersten Risse auf, es folgten kleinere Schlaglöcher und letztlich auch wieder große. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurde der Landesbetrieb Straßen.NRW im vergangenen Jahr tätig und „flickte“ die Straße. In diesem Jahr sind die Flicken sehr viel größer und auch professioneller ausgefallen – aufgebracht wurden sie von dem Unternehmen, das auch für die Sanierung der Straße zuständig war.

Hintergrund dafür ist ein Gerichtsverfahren zwischen dem Straßenbauunternehmen und einem Lieferanten, der das Material lieferte, das 2013 zum Straßenbau verwendet wurde. So erklärt es Andreas Berg, Pressesprecher bei Straßen.NRW. Er sagt auch: „Wir wollen der Firma auch Zeit geben, diesen Rechtsstreit zu beenden. Trotzdem hatten wir das Unternehmen aufgefordert, die Gefahrenstellen zu beseitigen, was ja auch zwischenzeitlich passiert ist.“

Derzeit würden erneut Proben auf dem sanierungsbedürftigen Stück genommen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen noch in das laufende Verfahren einfließen.

Nach Abschluss des Prozesses erwartet Straßen.NRW eine großflächige Beseitigung der Schäden. „Eventuell muss dann alles runter“, bereitet Berg die Autofahrer schon mal auf eine erneute Sperrung der Fahrbahn in einiger Zeit vor.

Um die Gefahrenstelle zu entschärfen, wurde bereits großflächig repariert. Doch diese Maßnahmen reichen nicht aus.

Letztlich zeigt die erneute Aktion aber nur, welch große Schwierigkeiten Straßen.NRW hat, die Probleme mit der L 528 in den Griff zu bekommen. Vor einigen Jahren musste im Bereich Handweiser in Richtung Halver Split aufgebracht werden, um wieder eine griffige Oberfläche der Fahrbahn herzustellen. Im Sommer war die Straßenoberfläche aufgeweicht und schwammig geworden.

Im vergangenen Jahr wurden große rechteckige Stücke der Straße mit neuem Asphalt ausgebessert. Auch damals handelte es sich um die Beseitigung „akuter Fahrbahnmängel“, wie Pressesprecher Andreas Berg damals auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung mitgeteilt hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare