Kürzere Trasse bringt mehr Entlastung für die Kiersper

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Für die Überprüfung einer anderen angemessenen Trassenführung für eine nördliche Umgehungsstraße sprachen sich jetzt bei einer erneuten Ortsbegehung der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Voswinkel sowie sein Stellvertreter Christian Reppel und Erich Mürmann (Vorsitzende des Ausschusses Bauen und Wohnen) aus. ▪

KIERSPE ▪ Für die baldige Überprüfung einer anderen angemessenen Trassenführung für eine nördliche Umgehungsstraße, wenn sie denn als Bundesstraße und Verbindung von Wuppertal und Remscheid Richtung Autobahn 45 ausgebaut werden soll, sprachen sich jetzt bei einer erneuten Ortsbegehung der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Voswinkel sowie sein Stellvertreter Christian Reppel und Erich Mürmann (Vorsitzende des Ausschusses Bauen und Wohnen) aus.

Die jetzige Planung verlaufe, sehr zur Verärgerung der Anwohner, zu nah an der Wohnbebauung Humecke, Bordinghausen, Thingslindesstraße, Fliederstraße und Höherstraße. Außerdem weise sie für den Neubau einer Bundesstraße zu starke Steigungen (acht bis zehn Prozent) auf und die Anbindung an die B 54 sei mit einer Brücke über die Vollme, einer Unterführung der Bahnschienen und einem tiefen Geländeeinschnitt im Bereich Humecke viel zu kompliziert. Weiterhin gebe es an der sehr langen Trasse nur geringe Flächen für den Lärmschutz, der dadurch sehr teuer werde. Der einzige Vorteil sei die kurze Verbindung zum inneren örtlichen Straßennetz.

„Es werden noch mindestens 30 Jahre vergehen, bis ein so umfangreiches Bauvorhaben umgesetzt werden kann“, vermutet der Fraktionsvorsitzende und gibt damit auch die Meinung der Bundestagsabgeordneten Petra Crone wieder, deshalb sollten vor einer endgültigen Planung und Festlegung des Straßenverlaufs unbedingt auch neue andere Möglichkeiten einer Umgehung, die von der Landstraße 528 im Bereich Handweiser an Wolzenburg vorbei in Richtung Grünenbaum bis zur B 54 etwa in Höhe der Kläranlage verlaufen könnte, geprüft werden.

Als Vorteile einer solchen Verbindung nannten die SPD-Mitglieder eine bessere Anbindung an die B54, geringere Steigungen, eine kürze Trasse, bessere Möglichkeiten für den Lärmschutz und eine höhere Akzeptanz durch die Bevölkerung. Auch die Nachteile einer solchen Streckenführung benannten die SPD-Mitglieder: Eine komplett neue Planung, eine teure Brücke über die B54, den Vollmebach und die Eisenbahn sowie längere Verbindungen zum bestehenden Straßennetz.

„Der Ball liegt jetzt bei der Stadt“, sagte Marc Voswinkel.

▪ luka

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