Razzia gegen Loverboys: Einsatz auch im MK

Ein Beamter eines Sondereinsatzkommandos SEK, mobiles Einsatzkommando, Symbolbild
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Mit Spezialkräften wurden zwei Wohnungen in Köln durchsucht.

Im Kampf gegen Zwangsprostitution hat die Polizei - zum Teil mit Spezialkräften - zehn Wohnungen in Nordrhein-Westfalen durchsucht, eine davon im Märkischen Kreis.

Kierspe/Köln – Im Zusammenhang mit einem bei der Staatsanwaltschaft anhängigen Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gemeinschaftlicher Zwangsprostitution durchsuchte die Kölner Kriminalpolizei am Mittwoch in den frühen Morgenstunden neun Wohnungen in Köln sowie eine Wohnung in Kierspe.

An zwei Kölner Wohnanschriften wurden Spezialkräfte eingesetzt. Bei den Durchsuchungen hat die Polizei mehrere Mobiltelefone, Datenträger und geringe Mengen Betäubungsmittel sichergestellt. In Kierspe wurden lediglich Beweismittel gesichert, wie die Polizei auf Anfrage erklärte. Zu einer Verhaftung kam es in Kierspe nicht.

„Ein 24-jähriger Deutscher und sieben größtenteils türkisch- und arabischstämmige Mittäterinnen und Mittäter im Alter von 20 bis 26 Jahren sind verdächtig, eine 19 Jahre alte Frau zur Prostitution gezwungen, ihr Freier in einer Kölner Innenstadtwohnung zugeführt und die Prostitutionsausübung kontrolliert zu haben.

Die Geldzahlungen der Freier sollen die Beschuldigten vereinnahmt haben“, heißt es im Polizeibericht. Im Vorfeld der ihr aufgezwungenen Tätigkeit soll sie zudem von mehreren Beschuldigten sexuell missbraucht worden sein.

Nach Aussage der Heranwachsenden soll eine frühere Bekannte sie mit dem Ziel der Aufnahme einer Tätigkeit als Prostituierte angeworben und dem 24 Jahre alten Deutschen vorgestellt haben. Der Geschädigten sei dabei vorgespiegelt worden, sie könne die Tätigkeit jederzeit gegen eine „Abstandszahlung“ freiwillig beenden.

Im September gelang der jungen Frau die Flucht. Sie offenbarte sich der Polizei und erstattete Anzeige.

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