Rauchmelder: Kiersper Wehr informiert weiter

Der Kiersper Wehrleiter möchte in seiner Wohnung keinesfalls auf Rauchmelder verzichten. -  Foto: Becker

Kierspe - „Wir werden auch in den kommenden Jahren einen Rauchmeldertag veranstalten. Gerade in diesem Jahr haben wir gemerkt, dass das Interesse aufgrund der geänderten Gesetzgebung noch zugenommen hat. Außerdem gibt es ein zunehmend größeres Interesse aus den umliegenden Städten, in denen kein Rauchmeldertag veranstaltet wird“, erklärt der Kiersper Wehrleiter Georg Würth.

Von Johannes Becker

Würth teilte zudem mit, dass die Zahl der verkauften Rauchmelder am Rauchmeldertag nicht rückläufig sei. Viele Besucher würde sich auch für hochwertige Produkte entscheiden und den Schutz nach Kassenlage ausbauen.

Seit dem 1. April des vergangenen Jahres müssen alle Neu- und Umbauten in Nordrhein-Westfalen mit Rauchmeldern ausgerüstet werden. Und ab dem 1. Januar 2017 sind auch alle bestehenden Wohnungen mit den lebensrettenden Geräten auszurüsten.

Damit wird eine Forderung erfüllt, die die Feuerwehren des Landes bereits vor zehn Jahren an die Politik herangetragen haben. Noch viel früher wurde in Kierspe mit der Information über Rauchmelder begonnen. „Bereits im Jahr 2000 haben wir die ersten Informationsveranstaltungen in Sparkasse und Volksbank organisiert. In den folgenden Jahren haben wir dann jährlich zwischen den beiden Banken gewechselt. Ab 2006 fand dann der erste landesweite Rauchmeldertag statt. In den beiden Folgejahren war dabei auch der damalige Bauminister Oliver Wittke zu Gast. Auch an ihn wurde der Wunsch zu einer entsprechenden Änderung der Landesbauordnung herangetragen“, erinnert sich der Wehrleister.

In Zukunft müssen die Warngräte in jedem Schlafzimmer, jedem Kinderzimmer und jedem Flur, der als Rettungsweg zum Verlassen von Wohnräumen dient, hängen.

Wobei der Eigentümer der Wohnung für die Anschaffung verantwortlich ist und der Mieter beziehungsweise Besitzer für den Austausch der Batterien. Verwendet werden dürfen grundsätzlich alle zugelassenen Rauchmelder. Würth selbst will sich in seiner Wohnung nicht auf den Schutz eines einfachen Gerätes verlassen: „Wenn das Leben daran hängt, sollte man auch auf Qualität achten. Deshalb verwende ich auch nur vernetzte Melder, damit ich in jedem Bereich des Hauses den Alarm höre. In einer kleinen Single-Wohnung ist es sicher nicht so wichtig, dass alle Melder Alarm geben, wenn einer auslöst.“

Dass sich der Einsatz der Geräte lohnt, weiß der Kiersper Wehrleiter aus jahrelanger Erfahrung: „Die Feuerwehren des Landes werden immer häufiger zu einem Wohnungsbrand gerufen, weil der Rauchmelder Bewohner oder Nachbarn alarmiert hat.“ In diesem Zusammenhang verweist er auch auf ältere Zahlen, die belegen, dass in den Staaten, die bereits eine Rauchmelderpflicht hatten, als diese in den meisten Bundesländern noch in weiter Ferne lag, deutlich weniger Brandtote zu beklagen waren als in Deutschland.

„Durch unsere Arbeit hat sich das Bild stark gewandelt. Wussten vor einigen Jahren die Kinder in der Brandschutzerziehung kaum etwas über Rauchmelder, kennen die meisten die Geräte heute schon sehr genau“, so Würth, der auf den Rauchmeldertagen beobachten kann, dass nun auch das Interesse der Besucher an Kohlenmonoxid- und Gas-Warngeräten deutlich zugenommen hat.

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