Christdemokraten hatten im Ratssaal gut lachen

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Marie-Luise Linde von der CDU hatte am Abend im Ratssaal allen Grund zur Freude angesichts des großen Wahlerfolgs ihrer Partei.

KIERSPE - Trendgemäß gab es bei der Bundestagswahl auch vor Ort mit 42,6 Prozent ein klares Votum für die Union und damit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei den Erststimmen schnitt zwar der CDU-Kandidat Dr. Matthias Heider mit 43,3 Prozent am besten ab, doch lag die Kiersper SPD-Kandidatin Petra Crone keine 3 Prozent hinter ihm. Im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt lag die Wahlbeteiligung in Kierspe mit 66,6 Prozent signifikant niedriger.

Von Rolf Haase

Während die Christdemokraten am Abend im Rathaus gut lachen hatten, gab es enttäuschte Gesichter bei FDP und Grünen.

Petra Crone persönlich gewann gegenüber 2009 4,2 Prozent dazu, aber auch Heider erreichte bei den Erststimmen 4,5 Prozent mehr. Die CDU legte vor Ort 7,8 Prozent zu, aber die SPD ebenfalls immerhin 4,7 Prozent, während die FDP die mit Abstand meisten Verluste hinnehmen musste: Hatten die Liberalen vor vier Jahren vor Ort bei den Zweitstimmen noch 16,2 Prozent holen können, waren es diesmal nur 5,4, damit geringfügig mehr als im Bundesdurchschnitt. Bei den Erststimmen schaffte der FDP-Kandidat Johannes Vogel gerade 2,1 Prozent.

Die Grünen kamen vor Ort auf 6,7 Prozent und verloren damit 1,8 Prozent. Ihr Kandidat Kai Steffen Bitzer erzielte bloß 3,7 Prozent. Der Kiersper Peter Christian Schröder von den Freien Wähler, die erstmals antraten, vereinigte vor Ort insgesamt 80 Stimmen auf sich, was 1 Prozent entspricht, die Gruppierung selbst erreichte in Kierspe 71 Stimmen und 0,9 Prozent.

Das Ergebnis für die Stadt lag am Abend um 20.24 Uhr vor, was an den Problemen lag, die es im Wahlbezirk 10 im Rathaus beim Auszählen der Stimmen gab. „Wir mussten alles nochmals komplett neu sortieren und auszählen“, berichteten Hauptamtsleiterin Dorette Vormann-Berg und ihre Mitarbeiterin Anja Kluth.

Für einen ansonsten insgesamt trotzdem reibungslosen Ablauf der Bundestagswahl sorgten vor Ort insgesamt 162 Wahlhelfer. Sie saßen in den einzelnen Wahllokalen oder auch in den vier Briefwahlbezirken. Einige arbeiteten aber auch an den drei Telefonannahmeplätzen, wo am Abend die Schnellmeldungen aufliefen. Die Zahl der städtischen Fahrer, die die roten Wahlkoffer mit den Stimmzetteln, Niederschriften und anderen Unterlagen aus den Wahllokalen holten, hatte auf zwei verringert werden können, weil viele Wahlvorstände die Koffer selbst im Rathaus vorbeibringen wollten. Der letzte Wahlhelfer war noch am Samstagmorgen berufen worden, weil im Stimmbezirk 11 aus Krankheitsgründen jemand hatte absagen müssen. Die jüngste Wahlhelferin war Christina Windisch mit 18 Jahren.

Am Morgen waren Bürgermeister Frank Emde mit Hauptamtsleiterin Dorette Vormann-Berg sowie der Beigeordnete Olaf Stelse mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Marie-Luise Linde durchs Stadtgebiet gefahren und hatten in den einzelnen Wahllokalen das Erfrischungsgeld in Höhe von 25 Euro überreicht und zudem die akualisierte Liste mit den ungültigen Wahlscheinen. „In Kierspe hatte sich aber nichts verändert“, so Vormann-Berg.

Sie übernahm es im Ratssaal auch, den Wahlabend zu moderieren und machte darauf aufmerksam, wenn wieder ein Stimmbezirk ausgezählt war. Das Angebot, sich über den Ausgang der Wahl vor Ort zu informieren, nutzten wieder einige Bürger. Aktuelle Infos lieferten Aushänge zu den Ergebnissen in den Stimmbezirken sowie auch der Multimediawürfel unter der Decke, ob aus Kierspe, dem Märkischen Kreis oder den Nachbarorten und -kreisen. Ebenfalls die Fernsehberichterstattung konnte verfolgt werden.

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