Ralf Ullrich übernimmt Vorsitz beim Seniorenbeirat

Gelungener Neustart nach Corona

Erste Sitzung des Kiersper Seniorenbeirats nach der Corona-Pause
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Die neuen Vorsitzenden des Seniorenbeirats der Stadt Kierspe: Die Wahlen von Ralf Ullrich und Helga Stahl fielen einstimmig aus.

Der Neustart nach Corona ist gelungen. Nicht vollständig, doch die Mitglieder des führungslosen Seniorenbeirats der Stadt Kierspe kamen am Mittwoch im Sitzungssaal des Rathauses zusammen, wählten einen neuen Vorsitzenden und eine Stellvertreterin und setzten erste Themen auf ihre Agenda, die bei den nächsten Treffen bearbeitet werden sollen.

Kierspe - Auch wenn es einem Beiratsmitglied seltsam vorkam, so ist es angesichts der Schwierigkeiten, ehrenamtlich Tätige für Funktionen in Gremien und Vereinen zu finden, doch üblich, im Vorfeld abzuklopfen, wer bereit ist, Aufgaben zu übernehmen. So war Ralf Ullrich, Diplom-Sozialarbeiter und Inhaber der ambulanten sowie Tagespflege Rat & Tat gefragt worden, ob er die Nachfolge von Manuela Lellwitz antreten und den Vorsitz übernehmen würde.

Der Vorschlag wurde schließlich einstimmig vom Gremium akzeptiert, nachdem Ullrich sich kurz vorgestellt hatte und seine Bereitschaft bekundete, sich „im Feld der Seniorenarbeit“ und insbesondere der medizinischen und pflegerischen Versorgung engagieren zu wollen. Auch eine Stellvertreterin wurde gefunden, nachdem sich Helga Stahl – die den Beirat selbst zwölf Jahre lang geleitet hatte – selbst ins Spiel gebracht hatte. „Ich bin aber kein Mitglied des Seniorenbeirats“, machte Helga Stahl auf ein Problem aufmerksam, das schnell durch einen klärenden Blick in die Geschäftsordnung gelöst werden konnte: Per Doppelbeschluss wurde Stahl in den Seniorenbeirat aufgenommen und gleich als stellvertretende Vorsitzende gewählt.

Einrichtung eines grauen Telefons

Während für Ullrich die Sicherheit (der Senioren) und die Barrierefreiheit wichtige Themen sind, sieht Stahl einen Schwerpunkt in der aufsuchende Sozialarbeit. Zudem hatte sie eine konkrete Idee, die nicht zuletzt in Zeiten der Corona-Pandemie entstanden war: Die Einrichtung eines „grauen Telefons“ für ältere Menschen, die einfach nur mal sprechen wollen. Aus den Reihen des Beirats wurde die Idee begrüßt und die Bereitschaft bekundet, dafür Telefondienst zu schieben.

Bevor es jedoch an die Einrichtung solch eines grauen Telefons geht, wird sich der Seniorenbeirat auf seiner nächsten Sitzung, die für den 24. November (17 Uhr, Rathaus) terminiert wurde, um die Geschäftsordnung kümmern, gegebenenfalls ändern beziehungsweise modifizieren, um sie dann dem Landesseniorenbeirat zu senden.

Hinzu kommt ein brandaktuelles Thema: Wo werden (nicht nur) die Senioren in Rönsahl nach der Schließung des letzten Lebensmittelgeschäfts zum Jahresende die Waren des täglichen Bedarfs kaufen? Im Seniorenbeirat wird man darüber diskutieren und beraten, welche Lösungsmöglichkeiten bestehen und vielleicht umgesetzt werden können.

Manuela Lellwitz verabschiedet

Zu der ersten angenehmen Aufgabe des neuen Vorsitzenden gehörte die Verabschiedung seiner Vorgängerin Manuela Lellwitz. Sie hatte nicht nur an der Sitzung noch einmal teilgenommen, sondern auch die Wahl des Vorsitzenden zusammen mit Ulrich Füler vom Sozialamt geleitet.

Dagegen gelang es (noch) nicht, eine Nachfolgerin für die Seniorenbeauftragte zu finden. Silvia Sgobio hatte diese Aufgabe aus persönlichen Gründen (Trauerfall) im Sommer niedergelegt. Der oder die Seniorenbeauftragte müsse aber nicht aus den Reihen des Seniorenbeirats kommen, auch wenn er oder sie einen Sitz in dem Gremium erhalten wird. Ralf Ullrich und Helga Stahl wollen sich um das Thema kümmern, damit die Stadt Kierspe bald auch wieder das wichtige Bindeglied zwischen Senioren und Behörden, Kirchengemeinden und Vereinen hat, das die entsprechenden Informationen vermitteln kann. „Wir wollen jetzt hier auch keinen verschrecken“, meinte Ullrich, dass sich die oder der Seniorenbeauftragte in die Aufgaben erarbeiten, sich entwickeln könne – mit Unterstützung des Sozialamts.

Auswertung der Seniorenbefragung

Das wird im Übrigen in einer der nächsten Sitzungen noch einmal die Ergebnisse und Auswertungen der Seniorenbefragung vorlegen. Ebenso sollen die Themen „Kommunikation“, insbesondere mit Blick auf einen Brückenschlag von den Senioren zur Jugend und ein Rückblick auf das, was durch den Seniorenbeirat in der Vergangenheit bereits erreicht wurde und was wieder oder neu aufgegriffen werden muss, besprochen werden.

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