Quartierbüro eröffnet

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Der städtische Beigeordnete Olaf Stelse eröffnete am Donnerstag das neue Quartierbüro an der Kölner Straße 52, das als Anlaufstelle für die Bürger und als Koordinationsstelle für die Umsetzung der Regionale-Aktivitäten gedacht ist.

KIERSPE - Das neue Quartierbüro ist eine Anlaufstelle für alle Bürger zur Beteiligung und Umsetzung von wichtigen Projekten, die sich in Kierspe vor allem auf den Ortsteil Bahnhof und besonders die Kölner Straße beziehen. Als erste für die Öffentlichkeit erkennbare Maßnahme der Regionalen 2013 wurden in allen vier Volmetalkommunen am Donnerstag die Quartierbüros eröffnet, auch in Kierspe. Dieses wurde vor Ort an der Kölner Straße 52 eingerichtet, wo zuletzt direkt neben der Änderungsschneiderei ein Gemüsehändler ansässig war.

Von Rolf Haase

Die offizielle Eröffnung nahm der städtische Beigeordnete Olaf Stelse vor, der sich freute, dass es jetzt richtig losgeht mit der Regionalen und den konkreten Projekten. Das Büro solle ein zentraler Treffpunkt, ein Ort der Diskussion und Information werden, so Stelse. Von hier sollen die interaktiven Prozesse zur Revitalisierung des Ortsteils sowie auch die gemeinsamen Planungen für Veranstaltungen ausgehen.

Ein ganz entscheidendes Ziel, das von den Büro aus jetzt an der Kölner Straße verfolgt werden soll, ist, die leerstehende Ladenlokale wieder zu füllen. Hingewiesen wurde am Donnerstag in dem Zusammenhang auf das jetzt startende qualifizierte Leerstandsmanagement, mit dem aktiv versucht werden soll, neue Mieter zu finden, die hier ihrem Gewerbe nachgehen oder auch hier wohnen wollen, um so den Straßenzug zu beleben.

Dafür gibt es die Vorstellung eines Kreativquartiers mit Künstlern, Designern und Kunsthandwerkern. Sie erhalten zum Teil konkrete finanzielle Hilfestellung bei der Ansiedlung bis hin zum Erlass der Mietgebühren. In dieser Weise werden neben dem großen Ausstellungsraum in dem früheren Lebensmittelsupermarkt aber nur drei weitere Ladenlokale gefördert.

Außerdem wurde ein Verfügungsfonds in Höhe von 160 000 Euro zur Stärkung des zentralen Versorgungsbereichs eingerichtet, mit dem konkrete Aktivitäten unterstützt werden sollen. So erhalten die Initiatoren die Hälfte der Kosten als finanziellen Zuschuss, wie der städtische Planer Rainer Schürmann informierte. Für 2014 bis 2016 sei zudem geplant, ein Fassadenprogramm aufzulegen.

Die Bürger können sich vor Ort aber ebenfalls über die Planungen und einzelne Maßnahmen informieren. Dabei geht es darum, wie durch die Projekte mit Engagement sowie zudem durch die Unterstützung von Fördermitteln des Landes zur Innenstadtentwicklung und Attraktivitätssteigerung beigetragen werden kann. Anwohner, Gewerbetreibende, Immobilienbesitzer sowie sonstige Interessierte werden zum Mitmachen aufgefordert und können in dem Büro Anregungen und Ideen vorbringen, aber natürlich auch Kritik äußern.

Alle Quartierbüros, auch das in Kierspe, öffnen an drei halben Tagen pro Woche. Die Öffnungszeiten stehen in den Schaufenstern der Büros und sind in Kierspe am Dienstag von 10 bis 13 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, so dass es auch ein Angebot für Berufstätige gibt.

Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten sowie der Finanzierung diverser Vorhaben liegen in den Büros aus und werden gemeinsam mit Vertretern Verwaltung, des Stadtmarketing und des projektsteuernden Büros Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung aus Düsseldorf erörtert, Fragen dazu beantwortet sowie Konzepte und Planungen diskutiert. Für die ASS wird Maria Hartmann präsent sein, die ebenfalls am Donnerstag bei dem kleinen Sektempfang zugegen war. Zugleich sollen die Bürger motiviert werden, sich in den Prozess einzubringen.

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