Kernsanierung eines Altbaus und Neubau von fünf Häusern

Neues Quartier am Büscherweg

Quartier am Büscherweg - Stefan Miernik
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Stefan Miernik, Dirk Gohmann, Lea Volkmann und Tanja Schoppach (von links) in den Räumen des Hauses Friedrich-Ebert-Straße 336, das kernsaniert und eine Praxis für Tierphysiotherapie enthalten wird.

Sie haben Großes vor auf dem 2750 Quadratmeter großen Grundstück im Dreieck Friedrich-Ebert-Straße und Büscherweg und werden letztlich insgesamt rund 3,5 Millionen Euro investieren: Stefan und Britta Miernik.

Kierspe - Während die Kernsanierung des Hauses Friedrich-Ebert-Straße 336 bereits – deutlich sichtbar – läuft, fällt der Startschuss für die Errichtung von vier Stadthäusern Mitte August. Erschlossen wird das Gelände über eine kurze Stichstraße vom Büscherweg aus. Die vier Stadthäuser mit Wohnflächen von knapp 170 Quadratmetern und Garagen werden nach dem KfW-55 EE Standard gebaut. Die Planung dafür hat Architekt Dirk Gohmann übernommen, die Vermarktung Tanja Schoppach, denn die Häuser sollen verkauft werden. Bei der Vorstellung des Projekts betont Stefan Miernik, dass er und seine Frau Britta nicht nur beim Architekten und der Vermarktung, sondern auch bei allen Arbeiten auf heimische Handwerker setzen.

Das Haus an der Ecke Büscherweg, in dem einmal ein Getränke- und Weinfachhandel war, wird von seinen neuen Besitzern kernsaniert und umgebaut.

Die sind schon längst angerückt, um das Haus an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße und Büscherweg auf Vordermann zu bringen und zu erweitern. Eine Aufgabe, die in dem aus dem Jahr 1904 stammenden Gebäude zu einer Kernsanierung mutierte. Sein Architekt hatte ihn zwar gewarnt, gleichwohl zeigte sich Miernik davon ein wenig überrascht.

Die Außengestaltung wird eine Kombination aus alten und neuen Elementen.

Stefan Miernik, Bauherr des Quartiers am Büscherweg

Noch ist zwar einiges an Arbeit zu leisten, dennoch soll das Ladenlokal ab dem 1. Oktober mit Leben gefüllt werden. Denn Lea Volkmann wird dort mit ihrer Praxis für Tierphysiotherapie einziehen. „Hier kann ich auch das Unterwasserlaufband unterbringen“, freut sich Volkmann, dass sie ab Oktober mehr Platz insbesondere für Hunde hat, diesen nach beispielsweise Verletzungen durch Reha-Maßnahmen, Massagen und Gymnastik das Laufen und die Bewegung wieder zu ermöglichen.

Stefan Miernik zeigt, dass es hier noch über eine alte Holztreppe in die zweite Etage geht. Diese und auch die Treppe vom Erdgeschoss werden durch neue ersetzt.

Die beiden großen Wohnungen oderhalb der Praxis sollen zum Jahreswechsel fertig sein und dann vermietet werden. Dass nach wie vor Bedarf an Wohnungen besteht, hat Stefan Miernik nicht nur bei der Stadt Kierspe erfahren. Auch Tanja Schoppach weiß, dass immer wieder Anfragen hereinkommen, nicht nur aus Kierspe oder der näheren Umgebung, sondern auch aus Lüdenscheid, Haan (bei Düsseldorf) und anderen Städten in einem Umkreis von rund 50 Kilometern. „Die Außengestaltung wird eine Kombination aus alten und neuen Elementen“, erklärt Stefan Miernik, dass die Fassade schön werden soll. Da auch noch weitere Flächen in Richtung Gaststätte Zur Post erworben werden konnten, wird es barrierefreie Parkplätze am dann neuen Eingang des Hauses geben. Die beiden 125 und 130 Quadratmeter großen Wohnungen sollen zum 1. Januar 2022 fertig sein und vermietet werden.

Von den Stadthäusern hat man den Zwiebelturm der Margarethenkirche immer im Blick.

Als mit der Kernsanierung begonnen wurde, gab es noch Probleme, an Baumaterial zu kommen. „Aber wir haben frühzeitig bestellt“, verdeutlichen Architekt Dirk Gohmann und Stefan Miernik, dass sie keine Probleme mit dem notwendigen Material für die Kernsanierung haben. „Aber stellen Sie sich mal vor, Sie bekommen einen Heizkörper falsch geliefert“, beschreibt Gohmann, dass es zu deutlichen Verzögerungen kommen kann, „dann bekommen sie den jetzt gar nicht so schnell“.

Die Arbeiten zur Errichtung der vier Stadthäuser auf den dahinter liegenden Grundstücken durch die Teutoburger Immobilien GmbH werden dann auf vollen Touren laufen. In erster Linie sollen diese Häuser – einschließlich des Anteils am Privatweg – verkauft werden. Aber auch eine Vermietung sei vorstellbar, erklärt Miernik. Nach den derzeitigen Planungen soll die Stichstraße vom Büscherweg und drei der vier Stadthäuser im Mai oder Juni kommenden Jahres fertiggestellt sein und zum Verkauf stehen.

Dieses alte Gebäude wird einem seniorengerechten, barrierefreien Sechs-Familienhaus weichen. Die Planungen dafür beginnen im kommenden Jahr.

Zu dem Großprojekt „Quartier am Büscherweg“ gehört aber auch noch ein weiteres Gebäude, mit dessen Planung der Architekt im kommenden Jahr beginnen soll: Hinter der sogenannten Bestandsimmobilie gibt es am Büscherweg noch eine alte Lagerhalle. Die soll abgerissen werden, um einem mehrstöckigen Gebäude Platz zu machen. In diesem Haus sollen sechs kleinere Wohnungen eingerichtet werden – barrierefrei und seniorengerecht. Das heißt, dass das Gebäude auf der rund 550 Quadratmeter großen Fläche mit einer Tiefgarage (sechs Stellflächen) und einem Aufzug ausgestattet wird. Natürlich werde auch in den Wohnungen auf die Barrierefreiheit geachtet. Eine Luft-Wärmepumpe werde dort zum Einsatz kommen und ebenso eine energetische Isolation, wie auch am bestehenden Gebäude.

Mitte August werden auf diesem Grundstück vier neue Stadthäuser mit einem privaten Zufahrtsweg errichtet.

Wann dafür der Startschuss fällt, steht noch nicht fest. Dafür jedoch, dass der Bedarf an solchen Wohnungen sehr hoch sei, weiß Stefan Miernik, der seit dem 1. August Geschäftsführer bei der Mestemacher GmbH mit Sitz in Gütersloh – die Unternehmensgruppe gilt als weltweiter Marktführer für langhaltbare Vollkornbrote, Pumpernickel und internationale Backwaren – ist.

Ehepaar Miernik

Stefan und Britta Miernik stammen aus Kierspe beziehungsweise Meinerzhagen, leben heute in Bielefeld. Um in Immobilien investieren zu können, waren sie auf ihre alte Heimat gekommen und hatten so das Projekt Quartier am Büscherweg in Kierspe entwickelt. Dafür wurde eigens die Teutoburger Immobilien GmbH gegründet. Der Name sei gewählt worden, weil „wir direkt am Rand des Teutoburger Walds leben“, erklären die beiden Gesellschafter der GmbH. Lediglich das bestehende Gebäude Friedrich-Ebert-Straße 336 am Fuße des Quartiers haben die beiden als Privatpersonen gekauft.

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