Mundharmonika-Konzert am 21. März in Rönsahl

„Mundharmonica in Concert“ heißt es am 21. März. Dann tritt das niederländische Quartett „Fata Morgana“ in der Rönsahler Servatiuskirche auf.

Kierspe - "Klein, aber oho" ist eine treffende Beschreibung für das Instrument, das beim nächsten Termin aus der Reihe der Rönsahler Kammerkonzerte im Mittelpunkt steht.

„Mundharmonica in Concert“ heißt es am Samstag, 21. März, ab 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr). Dann tritt das Quartett „Fata Morgana“ aus den Niederlanden in der Servatiuskirche auf.

Jeder glaubt, das Instrument zu kennen. „Während früher in jedem Haus eine Mundharmonika zu finden war, zumindest in der Kinderspielkiste, ist sie heute relativ selten geworden“, erklärt Intendant Dr. Christoph Luyken. Das hänge wohl damit zusammen, daß auch das Musizieren im häuslichen Rahmen oder im Freundeskreis nicht mehr üblich sei, glaubt er.

Genau da sei früher die Domäne der „Mundorgel“, wie sie früher auch genannt wurde, gewesen. Luyken erklärt weiter: „Heute hat die Mundharmonika immer noch ihren festen Platz im Klangspektrum der Blues-, Folk- und Countrymusik. Höchste Zeit, dem Instrument in einem Solo-Konzert die Ehre zu erweisen.“

Nach längerer Suche sei es ihm gelungen, ein Ensemble zu finden, das die Mundharmonika meisterhaft beherrsche: das Mundharmonika-Quartett „Fata Morgana“. Die vier sympathischen Herren werden Exemplare verschiedener Größe mitbringen und versprechen, in hervorragender Performance ein fetziges Konzert mit Musik von Klassik bis Pop auf die Platte zu legen.

Das Quartett wurde 1980 gegründet. Seitdem spielte die Gruppe über 350 Konzerte in Europa und den Vereinigten Staaten. Darunter befanden sich auch Fernseh- und Radioauftritte. Die Musiker nahmen fünfmal an internationalen Festivals teil.

In der Gruppenkategorie wurde das Quartett zweimal mit dem Weltmeistertitel ausgezeichnet. Die Gruppe spielt eigene Bearbeitungen und brachte bereits mehrere Tonträger heraus.

Rob Janssen fing mit acht Jahren an, im Familien-Trio Bass-Mundharmonika zu spielen. Später brachte er sich selbst bei, auch Akkord- und Melodie-Mundharmonika sowie Harmonetta zu spielen.

In den 70er Jahren war er Bass-Spieler im EMC-Mundharmonika-Orchester, Solist mit der Chordomonica, und spielte Bass, Akkord und Melodie in unterschiedliche Trios und Gruppen. Er war eines der Gründungsmitglieder bei „Fata Morgana“ und spielt dort Melodie und Harmonetta. Zudem schreibt er Bearbeitungen.

Ronald Kamminga fing mit sechs Jahren mit einer klassischen Orgel-Ausbildung an. Zwei Jahre später wurde er Bass-Spieler im EMC-Mundharmonika-Orchester. Bis 1980 spielte er auch mit seiner Schwester und seinem Bruder im Familien-Mundharmonikatrio. Beim Quartett „Fata Morgana“ spielt er die Bass-Mundharmonika und schreibt Bearbeitungen.

Antal van Acquoy begann mit zwölf Jahren, klassische Gitarre zu lernen. Zwei Jahre später folgte die Akkordmundharmonika. Diese spielte er im Mundharmonika-Orchester EMC in Eindhoven. Später spielte er auch E-Gitarre und nahm teil an verschiedenen Workshops und Jamsessions. Er gehört seit 1995 zum Quartett.

Paul Cornelissen war erst sieben Jahre alt, als „Fata Morgana“ gegründet wurde. Mit neun Jahren spielte auch er beim EMC-Mundharmonika-Orchester in Eindhoven. Von 1994 bis 1997 spielte er zusätzlich im „Mundharmonika und Gitarren-Quartett Carré“ und nachher von 1997 bis 2004, zusammen mit Remco van den Boom, in „Duo Cadence“.

2002 gewann er mit diesem Duo die „Vatti“-Auszeichnung bei dem Baltic-Nordic Harmonica Festival, in Pärnu, Estland.

Der Eintritt zum Konzert kostet 12 Euro an der Abendkasse, für Kinder werden nur 3 Euro erhoben.

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