QR-Codes für Gebäude in Rönsahl

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Die Heimatfreunde Karl-Friedrich Marcus (links) und Helmut Bremecker stellten in den vergangenen Tagen Schilder mit QR-Codes vor insgesamt 22 Gebäuden in Kierspe auf.

Kierspe - Mit wenigen Klicks zu vielen Online-Informationen über die Ortsgeschichte: dies ist ab sofort in Rönsahl möglich.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Heimatkunde stellten jetzt vor insgesamt 22 geschichts-trächtigen Gebäuden Schilder mit sogenannten QR-Codes auf. Werden diese mit dem Smartphone abfotografiert, landen die Benutzer auf einer privaten Internetseite mit Informationen aus und über Rönsahl, wo auch die Geschichte der jeweiligen Gebäude ausführlich erzählt wird.

Vor der Servatiuskirche oder Ölmühle

Montiert wurden die Schilder unter anderem vor der Servatiuskirche, dem Haus Dorn, der Historischen Brennerei, der Ölmühle, dem ehemaligen Amtshaus oder dem Haus Vor Dem Isern. „Wir haben uns bei der Auswahl der Objekte an der Denkmalschutzliste des Landes orientiert, auf der 24 Objekte aus Rönsahl stehen. Für 22 haben wir von den Besitzern eine Genehmigung erhalten, dort Schilder aufzustellen“, sagt Karl-Friedrich Marcus vom Arbeitskreis, der die Aktion gemeinsam mit Helmut Bremecker, Ortsheimatpfleger Ulrich Finke und Erich Kahl, Vorsitzender des befreundeten und benachbarten Heimat- und Geschichtsvereins Wipperfürth federführend begleitete.

Bedeutung der Gebäude ist kaum bekannt

Die Idee zu der QR-Code-Aktion kam Marcus und seinen Unterstützern laut eigener Aussage nach Gesprächen mit Besuchern: „Die Gebäude stechen aus dem Ortsbild heraus, aber die Besucher – und selbst einige Einheimische – wussten kaum etwas über deren Geschichte und Bedeutung für Rönsahl. Das wollen wir jetzt ändern.“

Bewusst für moderne Technik entschieden

Die Mitglieder des Arbeitskreises Heimatkunde entschieden sich dabei bewusst gegen eine traditionelle Schautafel und für die moderne Technik zur Vermittlung der Informationen. „Auf unserer Seite gibt es Bilder des Hauses, die Geschichte und häufig noch viele weitere Detailinformationen. Das hätte alles gar nicht auf eine Tafel gepasst“, sagt Marcus, dem es wichtig ist, sich für seinen Wohnort zu engagieren: „Es kann sich niemand in einem Ort wohlfühlen, den er nicht kennt. Ich will wissen, was um mich herum ist und warum das so ist.“

Die Materialkosten für die Schilder wurden vom Arbeitskreis und Brennereiverein übernommen.

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