Punktlandung beim Konjunkturpaket

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Hartwig Benne vom Gebäudemanagement koordinierte die Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpaketes. Stolz ist er besonders darauf, dass die neue Photovoltaikanlage auf der GSK bereits 20 606 Euro an Stromertrag erwirtschaftet hat. ▪

KIERSPE ▪ Während andere Kommunen Mittel aus dem Konjunkturpaket zurückzahlen müssen, weil sie nicht alles Geld für die geplanten und dann beantragten Maßnahmen verbraucht haben, landete die Stadt Kierspe geradezu eine Punktlandung: „Wir schließen mit einer Überschreitung von nur rund 3500 Euro ab“, informierte dazu der Beigeordnete und Kämmerer Olaf Stelse am Dienstag im Rat.

Bei einem Gesamtvolumen von 1,95 Millionen Euro, das Bürgermeister Frank Emde noch einmal nannte, ist das natürlich beachtlich und gelang nur, weil sich Hartwig Benne vom Gebäudemanagement, der alle Maßnahmen koordiniert hatte, jeweils immer treffsicher mit der Kämmerei abgesprochen hatte. Er stellte in der Sitzung im Rathaus mit einer Powerpointpräsentation das jetzt abgeschlossene Gesamtpaket mit allen Maßnahmen vor und erntete für seinen Vortrag wie auch für seine Arbeit viel Lob.

Für die neue Beleuchtung mit Lichtsteuerung im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule wurden 63 607 Euro ausgegeben. Die alte Beleuchtung bestand aus 17 Lampen mit 21 000 Watt, die bei einer Betriebsdauer von 2000 Stunden jährlich Kosten von 8 400 Euro verursachten. Jetzt gibt es 41 Lampen mit 5000 Watt, die Kosten von 2000 Euro verursachen. Daraus ergibt sich laut Benne eine Einsparung von 6400 Euro und 1,989 Tonnen Kohlendioxid. Genauso wurde ebenfalls die Beleuchtung des sogenannten Blauen Salons in der GSK-Mensa für 6 415 Euro erneuert. Durch wurde zum einen die Lichtausbeute von 110 Lux auf 250 Lux mehr als verdoppelt, zum anderen aber zugleich die Kosten von 0,34 auf 0,25 Euro pro Stunde verringert.

Für die Erneuerung der GSK-Dachflächen, so der Türme B und C sowie der Dachebene zur Kastanienallee hin inklusive Blitzschutzeinrichtung wurden 154 631 Euro ausgegeben.

Weitere Investitionen aus dem Konjunkturpaket gab es an der GSK in den Einbau neuer Fenster und Türanlagen für eine Summe von 83 421 Euro, nicht gerechnet die flankierend noch getätigten Ausgaben, die komplett aus dem Bereich der Gebäudeunterhaltung bestritten wurden, wie Benne betonte. So gibt es am Pädagogischen Zentrum statt der Zweifach- nun eine Dreifachverglasung. „Da haben wir jetzt wirklich eine saubere Sache, besonders auch im PZ-Eingangsbereich, der demnächst zudem noch mit einem Schild versehen werden soll und dann richtig ansprechend aussieht“, fasste Hartwig Benne zusammen. Die Gesamtausgaben an der Gesamtschule betrugen 493 644 Euro.

Auf das Dach der Schule kam außerdem eine Photovoltaikanlage, die 168 497 Euro kostete. Eine Maßnahme aus dem Infrastrukturpaket. „Die kristallinen Module haben in diesem Jahr bis heute schon rund 44 000 Kilowattstunden Strom erzeugt, dadurch wurden 20 606 Euro erwirtschaftet und 31 Tonnen Kohlendioxid eingespart“, rechnete der Stadttechniker die insgesamt sehr positive Bilanz in der Ratssitzung vor.

Im Bereich der Bismarckschule kam es zu einer Dach erneuerung komplett mit Dämmung, Wärmedämmung auch an der Fassade und neuen Fensteranlagen teilweise mit Sonnenschutz, dadurch entstanden Kosten von 237 292 Euro. Weiterhin wurde die Heizungsanlage für Altbau, Neubau und Anbau sowie Schwimmhalle und Turnhalle mit Kesselanlage und Wärmeverteilung für 182 975 Euro erneuert. Parallel gibt es neuerdings eine Heizungssteuerung mit Fernüberwachung aus dem Rathaus, wofür nochmals 52 241 Euro ausgegeben wurden. Die Gesamtinvestitionen für alle Maßnahmen an der Bismarckschule beliefen sich auf 472 508 Euro.

Hartwig Benne informierte dann noch über die Pestalozzischule, wo ebenfalls Fenster erneuert und die Fassade des Altbaus für zusammen 190 256 Euro saniert wurden.

Hinzu kam die neue Kerspebrücke in Mühlen-Schmidthausen. Die 184 320 Euro wurden aus dem Infrastrukturpaket bestritten, wie der Stadttechniker anmerkte. Eine weitere Maßnahme war der Bau des Kunstrasenplatzes in Rönsahl für 439 931 Euro, der den alten Ascheplatz, der nicht mehr sanierbar war, durch ein schönes neues Stadion ablöste.

Rolf Haase

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