Public Viewing in Kierspe war ein voller Erfolg

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Mit Hilfe des Turnierplans ließen Dorette Vormann-Berg und Yvonne Makowski die Veranstaltung in der Jahnhalle noch einmal Revue passieren. ▪

KIERSPE ▪ Für viele Kiersper war auch die Weltmeisterschaft in diesem Jahr wieder ein Sommermärchen. Bereits zum dritten Fußballgroßereignis nach der WM 2006 im eigenen Land und der Europameisterschaft vor zwei Jahren in Österreich und der Schweiz versammelten sich die Fans, um gemeinsam auf einer Großbildleinwand die Spiele der deutschen Elf zu verfolgen.

Während vor vier Jahren noch der Rathausinnenhof genutzt wurde, ging man vor zwei Jahren und auch bei der diesjährigen WM in die Jahnhalle, um unabhängig vom Wetter das Geschehen verfolgen zu können.

Und bei einem ersten Fazit zeigten sich Dorette Vormann-Berg, die die Veranstaltung für die Stadtverwaltung betreut hatte, und Yvonne Makowski von der Marketingabteilung der Sparkasse, sehr zufrieden mit dem Verlauf des Public Viewings.

„Insgesamt haben rund 4500 Fußballfans aus Kierspe und Umgebung die Veranstaltung genutzt, um die Spiele ihrer Mannschaft zu verfolgen“, fasst Vormann-Berg zusammen, die betonte, dass es wohl auch der deutschen Mannschaft zu verdanken sei, dass die Zuschauer so viel Spaß in der Halle hatten: „Die deutsche Mannschaft kann getrost als Zugpferd angesehen werden, die bis ins Halbfinale kam und so die Massen anzog.“

Lediglich bei dem Spiel um den dritten Platz seien etliche Plätze in der Jahnhalle freigeblieben, das habe aber sicher auch an der großen Hitze gelegen. „Wir hatten zwar einen großen Lüfter von der Firma GWK besorgt, um erträgliche Temperaturen zu gewährleisten, doch das hatte sich wohl nicht unter allen Fans herumgesprochen“, so Vormann-Berg.

Die Organisatorin nutzte aber auch noch einmal die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass solch ein Ereignis nur durch die Unterstützung der Sparkasse und mit Hilfe der Vereine möglich gewesen sei.

Während die Sparkasse für die technische Ausstattung sorgte, übernahmen ehrenamtliche Helfer der Kiersper Vereine die Verpflegung.

Beteiligt waren daran die Handballer der Spielgemeinschaft Kierspe-Meinerzhagen, MBC, KSC, KSV-Reservezug, ASV, die Turnabteilung des TSV und die MSF Tornado. Natürlich verrichteten auch Mitglieder der Kerspe-Knappen ihren Dienst in der Halle. Doch diesem Verein fiel noch eine besondere Aufgabe zu, denn die komplette Organisation der Veranstaltung vor Ort lag auf den Schultern des Fanclub-Vorstandes.

Vormann-Berg: „Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, der Sparkasse, dem Bauhof, Ordnungsamt, Sicherheitsdienst, Polizei, Feuerwehr und DRK hat auch in diesem Jahr wieder reibungslos funktioniert. Man kann sagen, wir haben vier Wochen lang Hand in Hand gearbeitet.

Zumindest für die teilnehmenden Vereine hat sich die Veranstaltung auch finanziell gelohnt, denn der Gewinn aus den Einnahmen, die durch den Verkauf von Speisen und Getränken zusammenkamen, fließt in die Kassen der Vereine. Da noch nicht alle Posten abgerechnet wurden, steht der genaue Betrag noch nicht fest.

Sicher wäre auch noch ein größerer Gewinn zu erwirtschaften gewesen, wenn die Halle mehr Besuchern Platz geboten hätte. Doch mehr als 700 Menschen fasste das Gebäude am Haunerbusch nicht. Das führte dazu, dass etliche Fußballfans abgewiesen werden mussten. „Um den Einlass zu ordnen, mussten wir Armbändchen verteilen, die in unterschiedlichen Farben von der Sparkasse kamen“, so Vormann-Berg, die nach der Niederlage im Halbfinale die goldenen Armreife nun allerdings zurückgeben kann, in der Hoffnung, dass diese dann in zwei Jahren bei der nächsten EM gebraucht werden.

„Von unserer Seite spricht nichts dagegen, auch die Europameisterschaft 2012 zu unterstützen, vor allem, wenn die Stadt bei der Organisation wieder unterstützend tätig wird“, so Yvonne Makowski, die betonte, dass Menschen aus nahezu allen Generationen das Angebot in der Halle genutzt hätten.

Wenn auch mit Stadt und Sparkasse zwei wichtige Organisatoren an Bord sind, so wird das nächste Public Viewing auf die Kerspe-Knappen als Mitveranstalter aber verzichten müssen. Der Vorsitzende des Fanclubs Klaus Müller sagte zwar die Unterstützung bei der Bewirtung zu, möchte aber die grundsätzliche Verantwortung an einen anderen Kiersper Verein abgeben: „Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen dieser Art sind nun sicher andere Verantwortliche gefragt.“ ▪ Johannes Becker

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