Bike-Park auf dem Bleichenplatz

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Der Bike-Park in Kierspe soll nach dem Vorschlag der Verwaltung auf dem sogenannten Bleichenplatz, einer Fläche zwischen dem Stadion Felderhof und dem Heiratswäldchen, gebaut werden. Dies wird dem Ausschuss für Bauen und Umwelt, der am 3. März tagt, vorgeschlagen.

Kierspe - Es handelt sich um ein städtisches Grundstück in Verlängerung des Stadions Felderhof in Richtung Heiratswäldchen: Dort soll das Leader-Projekt Bike-Park in Kierspe realisiert werden.

Dies ist das Ergebnis einer Überprüfung von mehreren möglichen Standorten durch die Verwaltung, das den Mitgliedern des Ausschusses für Bauen und Umwelt – die sich am Dienstag, 3. März, um 17 Uhr im Rathaus zur Sitzung treffen – vorgestellt wird. Die Verwaltung soll durch das Gremium beauftragt werden, das Vorhaben auf der rund 3650 Quadratmeter großen Fläche, von denen 1350 Quadratmeter für den Bike-Park benötigt werden, zu realisieren. Die restliche Fläche verbleibe für die Erweiterung des Heiratswäldchen.

Der Bleichenplatz, so heißt es vonseiten der Verwaltung, eigne sich sehr gut für den Bike-Park. Einerseits soll das Gelände möglichst wenig beeinträchtigt und so die Umwelt geschont werden. Auf der anderen Seite sei der Standort im Bereich der Sportanlagen am Felderhof „gut, schnell und ohne besondere Mobilitätsansprüche erreichbar“. Mit Blick darauf, dass das Mountainbiking eine der am schnellsten gewachsenen Sportarten der letzten 20 Jahre sei und gerade Möglichkeiten für sportliche Herausforderungen sowie Bewegung besonders im digitalen Zeitalter geschaffen und gefördert werden sollte, war das Projekt Bike-Park entwickelt worden.

Denn für die Ausübung dieses Sports müsse man nicht Mitglied in einem Verein werden und brauche eigentlich nur ein Fahrrad. Für Kinder und Jugendliche sei eine Ortsnähe solch eines Bike-Parks ein wesentliches Kriterium, damit solch ein Platz zu einem Treffpunkt wird, „an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft sich begegnen, gemeinsam Spaß haben, sich bewegen und ihren Radsport unabhängig von Vereinsmitgliedschaften und Öffnungszeiten ausüben können“.

Der Bike-Park Kierspe könnte, so eine erste, nicht endgültige Zeichnung, so aussehen.

Um eine möglichst hohe Akzeptanz für solch einen Bike-Park zu erreichen, war von Anfang an vorgesehen, die Mountainbiker an der Planung zu beteiligen, sodass unterschiedliche Streckenführungen mit verschiedenen Elementen gebaut werden können – mit dem Ziel, dass sowohl Radfahrer ohne ausgeprägte Technik als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Vorstellbar ist eine Beteiligung als Schulprojekt ebenso wie durch einen öffentlichen Aufruf, der sich an interessierte Radfahrer aus der Region Oben an der Volme richtet.

Letztlich soll durch eine hohe Akzeptanz eine Unterstützung bei zukünftigen Pflegearbeiten gesichert werden. So müssten zum Saisonbeginn (Frühjahr), nach starken Regengüssen oder intensiver Nutzung die Absprung- und Landehügel mit einer Schaufel nachgebessert werden. Dies würden, so die Erfahrung eines Planungsbüros, zumeist die Mountainbiker selbst übernehmen. Ebenso könnten Schulklassen oder Arbeitsgemeinschaften an derartigen Pflegemaßnahmen beteiligt werden.

Zudem erreicht man durch einen Bike-Park im Sportzentrum Felderhof eine Konzentration der Sportlerinnen und Sportler auf einen Bereich im Stadtgebiet und verhindert so möglicherweise, dass an anderen Stellen Bike-Strecken illegal angelegt werden. Die Errichtung des Bike-Parks in Kierspe wird Gesamtkosten in Höhe von gut 73 000 Euro erfordern. Davon hat die Stadt 25 571 Euro selbst zu tragen, die Mittel sind im Haushalt dieses Jahres eingestellt. Aus dem Leader-Förderprogramm werden dafür Gelder in Höhe von 65 Prozent der Gesamtkosten, also knapp 47 500 Euro fließen.

Regionale Leader-Handlungsfelder

Die Regionale Entwicklungsstrategie (RES) Oben an der Volme ist die Grundlage für die Projektförderung in der Region Oben an der Volme. Sie wurde im Jahr 2014 von öffentlichen und privaten Akteuren gemeinsam erarbeitet. Die Entwicklungsstrategie legt die Ziele und Handlungsfelder fest, die im Förderzeitraum bis 2023 bearbeitet werden. Die Region Oben an der Volme stellt sich die Leitidee „Werte schöpfen – Zukunft gemeinsam gestalten“. Sie leitet aus regionsspezifischen Handlungsbedürfnissen wie dem demografischen Wandel vier Handlungsfelder ab. Diese vier Themen wollen wir mit Ihnen gemeinsam gestalten:

Lebenswerte Städte und Dörfer Oben an der Volme

Neue Wertschöpfung durch Naherholung und Tourismus 

Innovativer, nachhaltiger Wirtschaftsstandort Oben an der Volme

Starke Kinder - starke Region!

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