84 Prozent weniger Stromkosten durch LED

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Die Leuchten im Rathausumfeld und am Springerweg böten bei einer Umrüstung auf Leuchten mit LED-Technik ein Einsparungspotential von 84 Prozent. ▪

KIERSPE ▪ Dass bei der Kiersper Verwaltung nichts verloren geht, wurde bei der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt deutlich, als Tiefbau-Sachgebietsleiter Karsten Seil an einen zwei Jahre alten Antrag der SPD-Fraktion erinnerte, in dem die Verwaltung aufgefordert wurde, zu prüfen, ob Lampen mit LED-Technik nicht auch im Stadtgebiet aufgestellt und damit zu Einsparungen beitragen könnten.

Damals sei die Technik aber noch zu teuer und ineffizient gewesen, um sie zur Straßenbeleuchtung einzusetzen.

Das ist nun augenscheinlich anders. So stellte Seil eine Lampe vor, die mit LED ausgerüstet deutliche Stromeinsparungen zur Folge haben könnte. Welches Potenzial in dieser Technik steckt, machte Seil an den Lampen deutlich, die rund um das Rathaus und am Springerweg stehen.

Derzeit „brennen“ in den 86 Leuchten, die an 43 Masten befestigt sind, noch Quecksilberdampflampen, von denen jede einzelne 80 Watt verbraucht. Aufs Jahr gerechnet verbrauchen diese Straßenlaternen rund 30 000 Kilowattstunden. Würden diese Leuchten durch neue, mit LED-Technik ausgerüstete, ersetzt, dann ergäbe sich eine Einsparung von rund 84 Prozent oder in Euro umgerechnet, müssten bei den derzeitigen Strompreisen 4300 Euro weniger ausgegeben werden.

Die Kosten für die 43 neuen Lampen, die auf den alten Masten Aufnahme fänden, betragen rund 34 000 Euro. „Allein durch die Ersparnis würden sich die neuen Leuchten nach nicht einmal acht Jahren amortisieren“, so Seil. Die Lebensdauer der LED-Einheit in der Leuchte werde vom Hersteller mit rund 50 000 Stunden angegeben, was bei rund 4000 Betriebsstunden rund 12,5 Jahre wären. Danach müsste dann die LED-Einheit ausgetauscht werden.

Doch auch die jetzigen Quecksilberdampflampen müssen regelmäßig und mit großem Aufwand gewechselt werden. Die Lebensdauer dieser Lampen werde mit 10 000 Stunden angegeben. Seil: „Außerdem werden die Quecksilberdampflampen in naher Zukunft verboten, so dass wir dann keine Ersatzlampen mehr kaufen können.“

An Bundesstraßen sei die LED-Technik aufgrund ihrer Leuchtwirkung noch nicht einsetzbar. Dort setzte die Stadt beim Austausch bereits seit Jahren auf sparsamere Natriumdampflampen.

Die Mitglieder des Ausschusses beschlossen, dass de Stadt im kommenden Jahr 50 000 Euro für neue, sparsame Lampen ausgeben soll, und die Standorte von der Verwaltung nach eigenem Ermessen und Sachkenntnis ausgesucht werden sollen.

Erfreulich in diesem Zusammenhang ist, dass es ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums gibt, das bei dieser Auftragssumme 20 Prozent der Anschaffungskosten erstattet, wenn der Förderantrag der Stadt angenommen wird. ▪ Johannes Becker

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