Projektwoche an der Gesamtschule: Fantasie und Kreativität

Natürlich hatten die Besucher der Projektwoche auch die Möglichkeit, sich in der Schule zu stärken. Dazu standen unter anderem Tische mit Kuchen bereit. ▪

KIERSPE ▪ Am Samstagnachmittag präsentierten die Schüler ihren Familien und Freunden, was sie während der Projektwoche geübt, gemalt, gelernt und geschafft hatten. Der Andrang war groß an diesem Tag. Zu den Besuchern gehörten am späteren Nachmittag auch die Bundestagsabgeordnete Petra Crone und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas.

„Sie werden erleben, wie lebendig diese Schule ist, wie viel kreatives Potenzial in ihr steckt“, sagte Schulleiterin Monika Hahn bei der Eröffnung. Davon konnten sich die Besucher beim Rundgang durch die Schule selbst überzeugen: Plakatwände und Videovorführungen, Musik- und Tanzdarbietungen, Akrobatik und Informationsstände aller Art zogen sich durch den A- und C-Turm der Gesamtschule.

„Es gibt ganz viel zu essen“, versprach die Schulleiterin und tatsächlich herrschte reger Andrang an den zahlreichen Kuchen- und Brötchenständen, mit denen mehrere Schülergruppen die Klassenkasse aufbesserten.

Beim „Schokobrunnen“ ging der Erlös allerdings an den Weltladen Kierspe. Unter dem Motto „Schokolade – lecker und fair?!“ hatten sich Schülerinnen des 6. und 7. Jahrgangs mit Fairtrade am Beispiel von Schokolade beschäftigt. Informationsmaterial über die Produktion von Kakao und Schokolade lag in Papierform aus. Regen Absatz fanden die Obstspieße, die die Besucher am Schokobrunnen mit flüssiger Schokolade überziehen konnten.

Noch schneller ausverkauft waren die Schüler, die sich in der Projektwoche über die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte informiert hatten. Neben einer großformatigen Plakatdokumentation hatten sie geräucherte Forellen im Angebot und die hatten ganz schnell Interessenten gefunden.

Der gesamte 9. Jahrgang war mit der Laufbahn- und Berufsorientierung beschäftigt gewesen. Die Tests, die sie selbst durchlaufen hatten, präsentierten sie am Samstag den Besuchern. Die konnten ihre Kompetenzen einschätzen und ihre sprachlichen und mathematisch-logischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Die meisten Neuntklässler hatten ein straffes Programm mit Bewerbungstraining, Betriebsbesichtigungen und Finanzberatung absolviert, einige nahmen auch an Projekten teil, die im weiteren Sinne der Berufsvorbereitung dienten.

So hatte eine Schülergruppe ein Computerprogramm entwickelt. „Kara, der programmierte Marienkäfer“ fraß Kleeblätter, umrundete Bäume und räumte Blätter und Pilze aus dem Weg.

Manche Projekte beruhten auf den persönlichen Interessen und Hobbies der Lehrer. Katja Schwichtenberg tanzt gern und gut und bot deshalb Unterricht in lateinamerikanischen Tänzen an.

Chris Riederer nahm seine Tätigkeit als Ortsheimatpfleger zum Anlass Schülern die Sütterlin-Schrift nahe zu bringen. Der Andrang überraschte ihn selbst: 19 Schüler der Klassen sechs bis elf entzifferten Feldpostkarten aus dem Zweiten Weltkrieg und handschriftliche Lebenserinnerungen aus Wilbringhausen. ▪ bnt

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