Freifunk-Netz wächst schnell

Die Zahl der Innenstädte, in denen man kostenlos ins Netz kann, nimmt kontinuierlich zu. - Archivfoto: Keim

Kierspe - „Mittlerweile liegen uns nahezu 30 Bestellungen von Kiersper Privatleuten vor, die einen Router aufstellen möchten und damit das Freifunknetz erweitern“, freut sich Andreas Wieland, der zur Projektgruppe Freifunk des Stadtmarketingvereins gehört.

Von Johannes Becker

Der Kiersper Verein hatte vor einigen Wochen beschlossen, den Freifunk in der Volmestadt zu fördern, um möglichst vielen Menschen einen einfachen und kostenfreien Zugang zum Netz zu ermöglichen.

Nachdem auf Privatinitiative der Bereich im Dorf schon recht groß ist, in dem mit mobilen Endgeräten auf das Netz zugegriffen werden kann, war im Rest der Stadt nahezu Funkstille. Das soll sich nun möglichst schnell ändern. „Dazu haben wir uns erst einmal die Stadtpläne angeschaut, um zu sehen, wo sinnvolle Standorte für Router sind, um sowohl Friedrich-Ebert-Straße als auch Kölner Straße möglichst über die gesamte Länge versorgen zu können“, erklärt Micheal Knabe, der genau wie Klaus Neunz, Christian Reppel und Linn Rohr zu der Projektgruppe gehört.

Derzeit sei man dabei, Gewerbetreibende an strategisch günstigen Orten anzusprechen, um sie für den Service zu begeistern. Da gibt es auch schon erste Erfolge. So kann bereits jetzt im Umfeld der Weinhandlung Neunz, des Dorfkiosks, des Cafés Lamuh, der Praxis Vividum und des Studios Vitalis sowie des Autohauses Knabe gesurft werden. Ein weiterer Router versorgt bereits die Bushaltestelle am Felderhof und auch die Besucher und Kunden des Autohauses Knabe können ohne eigene Kosten ins Internet.

Knabe: „Wir haben auch bei den Kirchengemeinden angefragt, damit wir Router in den Kirchtürmen platzieren können und so das Signal möglichst weit verbreiten können. Derzeit wird in den entsprechenden Gremien darüber beraten.“

Die Router, die von den Privatleuten bestellt wurden, werden vermutlich in der kommenden Woche eintreffen. „Wir wollen diese dann im Quartiersbüro an der Kölner Straße ausgeben. Dann wird auch jemand von der Projektgruppe vor Ort sein, der die Geräte nach den Wünschen der zukünftigen Besitzer konfiguriert“, so Wieland. Damit ist gemeint, dass die Besitzer selbst festlegen können, wie viel ihrer eigenen Internetkapazität sie der Allgemeinheit zur Verfügung stellen wollen. Außerdem bekommen die Router dann einen Namen zugewiesen, unter dem sie in Zukunft auf der Seite des Vereins Freifunk Rheinland erscheinen.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet auf der Homepage des Kiersper Stadtmarketing. Eine Karte mit den bisherigen Standorten von Routern in Kierspe findet sich auf der Seite www.freifunk-rheinland.net oder auch www.freifunk-meinerzhagen.de. Der Stadtmarketingverein hat angekündigt, 50 Router kostenlos abzugeben. Eine geringe Menge davon kann noch kostenfrei geordert werden.

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