Projekt ein Highlight für Kierspe-Dorf

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Christian Räbsch und Manfred Fuchs stellten ihre Pläne für Kierspe-Dorf vor. Dort soll ein neuer Gebäudekomplex mit Bäckerei und gemütlichem Café sowie Netto-Markt und Getränkemarkt entstehen. ▪

KIERSPE ▪ Wenn es keine weiteren Hürden mehr gibt, dann zeigen sich Christian Räbsch und Manfred Fuchs überzeugt, dass das Ziel, die neue Bäckerei Diwald im Dorf noch in diesem Jahr zu errichten und den künftigen Netto-Markt direkt angrenzend zumindest im Rohbau, gelingen könnte. Das bedeutet, dass die Vakanz bei den Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf an dieser Stelle ihrem Ende entgegen geht. Diese war entstanden, nachdem der Dornseifer-Markt Ende 2009 geschlossen wurde.

Aber das Konzept der Investoren, von denen die Bäckerei Diwald einer ist, sieht noch einiges andere vor, wie die beiden erläutern: So wird neben der zweiten Netto-Filiale in Kierspe noch ein weiteres Gebäude errichtet, denn geplant ist auf dem Gelände außerdem ein Getränkemarkt. Die Bäckerei Diwald will in Anlehnung an das gelungene Projekt bei Pollmanns Eck in Meinerzhagen zudem nicht nur eine Bäckerei neu bauen, sondern diese gleich noch mit einem gemütlichen Café, einer Warmtheke und sogar einer Eisdiele sowie Veranstaltungsräumen im Untergeschoss und optional auch im Obergeschoss ausstatten. Selbstverständlich gibt es einen ebenerdigen und damit behinderten- und seniorengerechten Eingang. Dazu muss der gesamte Komplex abgerissen werden.

Wegen der in dem Gebiet geltenden Altstadtsatzung wird das neue Gebäude jedoch optisch in Anlehnung an das Vorbild mit ähnlicher Fensteraufteilung und Krüppelwalmdach errichtet. „Glücklicherweise steht das Haus selbst nicht unter Denkmalschutz“, wie Räbsch und Fuchs betonen. Geplant ist eine attraktive architektonische Gestaltung, von der positive Impulse für das Leben in diesem Stadtteil erwartet werden, weil sich damit ein neuer Anziehungspunkt entwickelt. Es könnte sogar eine Ankerplanung sein, durch die vielleicht neue Geschäfte angezogen werden.

Die Verkaufsverhandlungen mit den bisherigen Eigentümern sind inzwischen so weit gediehen, dass der Vertragsunterzeichnung nicht mehr viel Wege steht. Schwierig war das besonders bei dem ehemaligen Dornseifer-Gebäude, weil es da im Rahmen eines Rentenmodells 38 Anteilseigner gibt, von denen der überwiegende Teil aus dem Bereich Hessen stammt, einige mittlerweile aber auch im Ausland wohnen. Zuletzt fehlte noch die Bereitschaft eines Anteilseigners aus Litauen. „Das Problem ist aber jetzt ausgeräumt“, freuen sich Räbsch und Fuchs eröffnen zu können. Bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts entscheide ohnehin die Mehrheit.

„Wenn die Übergabe jetzt abgewickelt ist, werden wir sofort den Bauantrag einreichen“, kündigen die beiden an und hoffen natürlich, dass dann auch schnell die Genehmigung erteilt wird. Sie haben sich bemüht alle Auflagen zu erfüllen.

Die einige Zeit im Gespräch befindliche kleine Lösung mit Erhaltung des Bäckereigebäudes schied letztlich aus, da der derzeitige Eigentümer berechtigte Bedenken wegen der Standfestigkeit seines Hauses bei einem Abriss nur des direkt angebauten ehemaligen Dornseifer-Marktes geltend machte.

Das Grundstück wird insgesamt bebaut und mit 75 Parkplätzen versehen, die wegen der kompletten Neugestaltung künftig auch ebenerdig angelegt werden können. Möglich ist dies durch die Neuanbindung der Luiseneiche über die Pulverstraße etwas weiter talwärts an die Kreisstraße 2. Das begrüßt besonders auch das Straßenverkehrsamt, weil dadurch die große unübersichtliche Kreuzung mit der Schmiedestraße und damit eine Unfallgefahr entfällt.

Der Netto-Markt wird eine Fläche von 1087 Quadratmetern haben, der Getränkemarkt eine von 600 Quadratmetern und die Bäckerei mit Café und Eisdiele 260 Quadratmeter. Damit ist garantiert, dass ein neues attraktives Angebot im Dorf geschaffen wird.

Inzwischen wurden Räbsch und Fuchs auch schon von der CDU und der UWG eingeladen, um ihr Projekt vorzustellen, das in beiden Fraktionen auf viel Beifall stieß: „Das Vorhaben ist eine Riesenbereicherung für das Dorf. Gelungen ist die Anpassung an das Altstadtumfeld. Wichtig ist auch die Neuanbindung der Luiseneiche“, zollte so UWG-Fraktionschef Dieter Grafe Beifall. In die gleiche Kerbe schlug CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Tofote, der ansonsten betonte, dass es nur positiv sei, dass etwas im Dorf für die Bürger passiere. Ihm gefällt besonders der neue behinderten- und seniorengerechte Eingang zur Bäckerei und das geplante Straßencafé. „Für das Dorf entsteht durch dieses Projekt ein Highlight. Wir als CDU stehen hundertprozentig dahinter.“ ▪ Rolf Haase

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