Stadtverwaltung stellt klar...

Lkw-Probleme auf Wohnstraßen: Größere Schilder - aber keine gut sichtbaren Warntafeln

+
Unter anderem an der Straße Höferhof soll das Verkehrszeichen durch ein größeres Schild mit gleichem „Inhalt“ ersetzt werden.

Kierspe – Ein Schild mit dem Hinweis „No Trucks“ wird es in Kierspe nicht geben. Das stellt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung klar, die sich an den Ausschuss für Umwelt und Bauen richtet, der am Dienstag, 2. April, stattfindet.

In der bislang letzten Sitzung dieses Ausschusses hatte Armin Jung (FDP) angefragt, ob solche Warntafeln nicht auch in Kierspe montiert werden könnten, um zu verhindern, dass – von Navigationssystemen falsch geleitete – Lastwagen in Anwohnerstraßen einfahren, die aufgrund ihrer Breite für diese Fahrzeuge in keiner Weise geeignet sind.

Die großen warnfarbenen Tafeln weisen plakativ auf das Durchfahrverbot hin, verbunden mit dem in englischer Sprache verbundenen Verbot „No Trucks“ („Keine Lkw“).

Verwechslungsgefahr ist Grund für die Ablehnung der Tafeln

Allerdings möchte das Bundesverkehrsministerium die Verwendung dieser auffälligen Schilder begrenzen, um keine Verwechslungsgefahr aufkommen zu lassen. In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es: „Das vorgeschlagene Zusatzzeichen lehnt sich grafisch an die Falschfahrerwarntafel an, die mancherorts zur Prävention gegen lebensgefährliche Falschfahrten eingesetzt wird. Hier bestünde Verwechslungsgefahr, die aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht hingenommen werden kann.“

Das Ministerium ist der Ansicht, dass mit dem bestehenden Verkehrszeichen 253 „Durchfahrt für Lkw über 3,5 Tonnen einschließlich Anhänger und für Zugmaschinen“ auf das Verbot hinreichend hingewiesen werden könne.

Diese Lösung stellt die Verwaltung nun vor:

Allerdings kommt es trotz der eindeutigen Beschilderung mit dem genannten Verkehrszeichen in Kierspe immer wieder zu Situationen, in denen Lkw-Fahrer die Schilder ignorieren oder übersehen und dann in gesperrte Straßen einfahren. 

„Zuletzt war dies am Höferhof und in der Ortslage Loh der Fall“, heißt es in der Mitteilung. Nun hat sich die Stadt, nach Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises, dazu entschieden, an diesen beiden Standorten die vorhandenen Schilder, die einen Durchmesser von 420 Millimeter haben, gegen größere Verkehrszeichen (640 Millimeter) auszutauschen. Nach Mitteilung der Verwaltung sind die Schilder bestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare