Awo-Tagesstätte: Spatenstich nach Baubeginn

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Führten den symbolischen ersten Spatenstich aus: Olaf Stelse für die Stadt, Birgit Buchholz, Geschäftsführerin des Awo-Unterbezirks Märkischer Kreis, Matthias Sauerland, Fachdienstleiter beim Märkischen Kreis/Kreisjugendamt, Florian Hahnel, Architekt, Johannes Anft, Awo-Geschäftsführer für die Bereiche Kinder, Jugend und Familie, Lothar Dornbach, Bauherr, Rainer Schmidt, Vorsitzender des Awo-Unterbezirks, Marco Dornbach, Bauherr, Karin Löhr, Awo-Kreisvorstand, Mattias Behle, Behle-Bau, und Anke Holthaus, Leiterin der Kita Liederwiese (von links).

Kierspe - Während auf der einen Seite zum symbolischen Spatenstich angesetzt wurde, waren Arbeiter auf der anderen Seite damit beschäftigt, den zweiten Teil der Bodenplatte vorzubereiten. Bereits in der kommenden Woche soll mit den Maurerarbeiten für die neue Kindertagesstätte begonnen werden.

Für die Kinder gab es warmen Punsch und jede Menge Matsch, also alle Zutaten für einen gelungenen Vormittag. Doch den Erwachsenen zog schnell die nasse Kälte in die Kleidung – sicher ein Grund, warum die üblichen Grußworte beim symbolischen Spatenstich doch eher kurz ausfielen.

Birgit Buchholz, die Geschäftsführerin des Awo-Unterbezirks nutzte aber die Gelegenheit, ihrer Freude über den neuen Bau Ausdruck zu verleihen und hoffte, bereits im Herbst das neue Gebäude nutzen zu können.

Detailliertere Auskünfte zu dem Gebäude und der späteren Nutzung gab es dann in der angenehm temperierten Baubude, da waren die Kinder bereits auf dem Weg zurück in ihre „Noch-Tagesstätte“ Liederwiese.

Der Architekt Florian Hähnel umriss grob die Baumaßnahmen und den Zeitplan. Demnach entsteht auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück eine Kindertagesstätte, die über eine Nutzfläche von 1700 Quadratmetern verfügt. Ein Teil der Bodenplatte ist bereits gegossen, der zweite folgt in Kürze. Bereits in der kommenden Woche wird mit den Maurerarbeiten begonnen. Der Architekt geht von einem Richtfest im Sommer und einer Nutzung ab dem frühen Herbst aus. Dann sollen auch die Außenarbeiten samt Spielplatz hergerichtet sein.

Die Kinder der Kindertagesstätte Liederwiese konnten sich im Rahmen des Spatenstichs schon mal auf dem Gelände, auf dem ihre neue Tagesstätte entsteht, umschauen.


In dem Gebäude selbst wird ein Aufzug eingebaut, der es auch Kindern mit Behinderung erlaubt, beide Etagen zu nutzen. Notwendig wird dies durch eine achtköpfige Gruppe, in der mehrfach behinderte Kinder heilpädagogisch betreut werden. Neben dieser Gruppe gibt es dann noch Platz für fünf weitere Gruppen. Sodass insgesamt rund 100 Kinder einen Platz in dem Neubau finden – doppelt so viele wie in der bisherigen Einrichtung an der Straße Haunerbusch.

Matthias Sauerland, Leiter des Fachdienstes Jugendförderung und Kinderbetreuung beim Märkischen Kreis, ist jedenfalls froh, dass mit dem Bau begonnen wird: „Wir haben vor allem Bedarf im U3-Bereich, das zeigen uns auch die Anmeldezahlen.“ Und Johannes Anft (Awo) äußerte sich sehr positiv zu dem Konzept, in dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut werden, wenn auch in verschiedenen Gruppen: „Dadurch wird das soziale Lernen enorm gefördert.“

Im hinteren Teil ist die Bodenplatte bereits gegossen, im vorderen werden dafür die Vorbereitungen getroffen.


Anft betonte auch, dass die Gesetzgebung es den Trägern kaum noch ermögliche, selbst als Bauherr tätig zu werden. Diese Aufgabe hat die Firma LMD-Immobilien aus Kirchhundem übernommen, die dann später die Einrichtung an die Awo vermieten wird. Lothar und Marco Dornbach, die Namensgeber des Unternehmens, sind eigentlich für Betonbohren und -sägen im Kreis Olpe, dem Oberbergischen Kreis und dem Siegerland bekannt. Marco Dornbach betont allerdings, dass man bereits seit rund 20 Jahren Immobilienentwicklung betreibe, wobei eine Kindertagesstätte auch für dieses Unternehmen eine Premiere ist. Ursprünglich hatte die Firma Altimmobilien saniert und vermarktet, seit zehn Jahren werden auch – vor allem im Kreis Olpe – Neubauten errichtet.

An den Auftrag war LMD-Immobilien durch den Kontakt über den Olper Architekten Axel Stracke gekommen, von dem man sich aber inzwischen getrennt habe (siehe Info-Katen unten).

Montigny-Allee

Ursprünglich war geplant, dass die Firma LMD-Immobilien aus Kirchhundem nicht nur die neue Kindertagesstätte an der Kreuzung Wildenkuhlen errichtet, sondern auch eine Anlage für seniorengerechtes Wohnen an der Montigny-Allee. Dazu wird es aber nicht kommen, da man nicht mehr mit dem ursprünglichen Architekten, der beide Objekte geplant hatte, zusammenarbeitet. „Wir haben das Projekt an der Motigny-Allee an den Architekten Axel Stracke zurückverkauft und haben damit nichts mehr zu tun“, betont Marco Dornbach vom LMD-Immobilien.

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