Prima Stimmung beim Karneval im Gemeindehaus

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Ganz dem Geschmack des erwartungsvollen Publikums entsprach die gelungene Karnevalsveranstaltung im evangelischen Gemeindehaus Rönsahl.

RÖNSAHL - „Dat Hätz von dr Welt, ja dat is Kölle“ – und manchmal vielleicht sogar ein Stück weit auch Rönsahl. So mag das mancher am Samstagabend beim Karneval im Grenzdorf empfunden haben. „Met dem Kölsche Pass mät dat Lewwe Spass.“

Auch das mag sein, vor allem sicher aber in närrischen Zeiten, wenn der Stimmungspegel bei den Anhängern von „König Karneval“ unaufhörlich steigt, je mehr sich die „fünfte Jahreszeit“ ihrem Höhepunkt nähert.

Allerdings war der „Kölsche Pass“ nicht unbedingt Voraussetzung für Jubel, Trubel, Heiterkeit, beste Feierlaune und ausgelassene Stimmung, wie sie nun schon seit Jahren Trumpf ist, wenn König Karneval auch in Rönsahl sein Zepter schwingt. Als nämlich am Samstagabend im Schatten von „ St. Servatius“ wieder die beliebte Karnevalsveranstaltung „ Von Rönsahl für Rönsahl“, arrangiert und initiiert von einer engagierten Schar von Karnevalsfreunden aus der Dorfgemeinschaft, angesagt war, da war auch diesmal die räumliche Nähe zum benachbarten Rheinischen und den dortigen karnevalistischen Hochburgen unverkennbar.

„Vorhang auf und Bühne frei für Spaß und Frohsinn, Narretei“, so hieß es gleich zum Entree, als der engagierte Diskjockey mit flotten Karnevalsrhythmen dafür sorgte, dass die große Schar der nahezu ausnahmslos in fantasievolle Karnevalskostüme gehüllten und somit geschmackvoll verkleideten Jecken schon bald auf „Betriebstemperatur“ kam.

Entsprechenden Anteil daran, dass schon bald beste Feierstimmung und gute Laune angesagt war, hatte unter anderem Holger Scheel, der in bewährter Weise mit gekonnter Moderation durch den Abend führte dabei im Stil von Herbert Knebel mitunter einige Kalauer vom Stapel ließ und dabei natürlich die Lacher auf seiner Seite hatte, um später dann als findiger und mit Land und Leuten bestens vertrauter „Dorfreporter“ frisch vom Leder zu ziehen. Bei seinen mit etlichen humoristisch und witzig- spritzig verpackten Bonmots aus eigenem Fundus nahm sich der Unterhalter dabei so dies oder jenes mehr oder minder „wichtige“ Geschehen aus dem dörflichen Alltag vor und würzte das Ganze augenzwinkernd auch dem einen oder anderen humoristischen Seitenhieb auf ortsbekannte Zeitgenossen.

Und einmal mehr bewährte sich das an diesem Abend wiederum praktizierte Miteinander der Anhänger von König Karneval im hiesigen Raum und deren Bereitschaft, über den engen Tellerrand des eigenen Bereichs im rheinisch-westfälischen Grenzland hinaus zu blicken und damit dem närrischen Treiben insgesamt neue Freunde zuzuführen.

Unter anderem in Gestalt von Modezar Harald Glööckeler – alias Beate Theunissen aus Wipperfürth – die als „Möchtegernkönig von Deutschland“ um Sympathien warb.

Zum absoluten Höhepunkt des Abends gerieten allerdings Einmarsch und anschließender Auftritt des kompletten Elferrates des Wipperfürther Karnevalsvereins „Narrenzunft Neye“, der sich nebst Tanzcorps, Hofstaat und natürlich dem närrischen Dreigestirn der Session, Prinzessin Alexandra, Prinz Torsten und Bauer Holger, die Ehre gab. Die Botschafter rheinischen Frohsinns heizten die ohnehin gute Stimmung weiter an und trugen – wie auch die vielen ehrenamtlich tätigen dienstbaren Geister hinter Tisch und Tresen – dazu bei, dass ein noch langer Abend angesagt war und der Vorfreude auf Wiederholung im kommenden Jahr viel Platz ließ. -  cr

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