Viele Fragen, auf die es nicht immer Antworten gibt

Preis für Schnelltest nicht festgelegt

Schnelltests in den Kiersper Testzentren kosten ab 11. Oktober Geld
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Auch wenn ein Schnelltest ab Montag für die meisten Geld kostet, so ändert sich für Michaela Nevis, Leiterin der Seniorenresidenz – wo es ein Testzentrum gibt – , und ihre Mitarbeiter nicht viel: Der Oktober ist voll mit Testterminen.

Es gibt zwei Testzentren in Kierspe, in denen die Bürgerinnen und Bürger einmal in der Woche kostenlos überprüfen lassen können, ob sie sich mit Covid-19 infiziert haben.

Kierspe - Das wird auch in der kommenden Woche sowie der folgenden Zeit so sein – mit einer gravierenden Änderung: Die Tests werden nicht mehr kostenlos durchgeführt. „Wir versuchen, die Kosten für einen Test so günstig wie möglich zu halten“, sagt Michaela Nevis, Leiterin der Seniorenresidenz Kierspe-Volmetal, in dem sich ein Testzentrum befindet. Ein genauer Preis sei noch nicht festgelegt, erklärt Nevis, dass noch einmal durchgerechnet werden muss.

Schließlich fallen nicht nur die Kosten für den Test, sondern auch andere an. „Da fallen an einem Tag durchaus Kosten von 50 Euro nur für Handschuhe an“, verdeutlicht die Leiterin der Seniorenresidenz, dass nicht nur die Tests refinanziert werden müssten, man plusminus Null herausgehen möchte. Ausgaben fallen eben auch für Handschuhe und Desinfektionsmittel an. Daher werde der Preis für einen Test zwischen 12 und 15 Euro liegen.

Die Nutzung solch eines Testgeräts ist ab dem 11. Oktober für die meisten nicht mehr kostenlos.

Der Oktober sei noch sehr gut gebucht, sagt Michaela Nevis, das Testzentrum in der Seniorenresidenz werde zu den bekannten Zeiten geöffnet sein. Zumal es auch immer wieder Kiersperinnen und Kiersper gibt, die „ganz sicher gehen“ wollen und sich trotz vollständigen Impfschutzes testen lassen. Ob die ab dem kommenden Montag weiterhin ins Testzentrum kommen werden, bleibe abzuwarten.

Für das zweite Testzentrum in Kierspe, das vom DRK-Kreisverband im ehemaligen Kreativzentrum betrieben wird, gilt ebenfalls, dass in dieser Woche das Angebot des kostenlosen Bürgertests endet. Ab Montag haben alle, die nicht zu den bereits genannten Ausnahmen zählen, für den Abstrich zu bezahlen. Was die Bürgerinnen und Bürger für den Schnelltest zu zahlen haben, konnte beim Kreisverband nicht in Erfahrung gebracht werden.

Planung beim DRK nicht abgeschlossen

Ebenso wenig, welche zwei Testzentren – neben Kierspe betreibt das DRK auch welche in Valbert, Altena, Nachrodt, Menden und Iserlohn – geschlossen werden. Aufseiten des DRK-Kreisverbands sind die Planungen noch nicht abgeschlossen, dies zeigt sich auch auf der Anmeldeseite im Internet, wo es noch den „Bürgertest (kostenfrei) gibt und nur Termine am Freitag und Samstag gebucht werden können.

Nevis spricht von Grauzone

Die Leiterin der Seniorenresidenz spricht aber ebenso von einer Grauzone: Bürgerinnen und Bürger hätten viele Fragen, auf die man nicht selten die Antwort schuldig bleiben müsse. „Was ist mit denen, die stationär ins Krankenhaus müssen und dafür auf jeden Fall einen Test benötigen? Oder mit denen, die erst einmal geimpft und fünf Tage vor der zweiten Impfung stehen, den Test im Sinne der 3G-Regel aber für den Besuch einer Veranstaltung benötigen? Müssen die auch den Test bezahlen?“

Michaela Nevis und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Testzentrum an der Montigny-Allee sehen sich vielen solcher und ähnlicher Fragen ausgesetzt – und müssen die eine oder andere Antwort schuldig bleiben. Sicher ist, dass das Testzentrum an der Montigny-Allee weiterhin geöffnet bleibt und in diesem Monat einen gefüllten Terminkalender hat. Darüber hinaus werde man die weitere Entwicklung des Testens allgemein und des Zentrums insbesondere natürlich beobachten. Sollte es notwendig werden, wird das Testzentrum in der Seniorenresidenz entsprechend reagieren.

Wer nicht zahlt

Einen Test nicht bezahlen müssen Jugendliche bis 18 Jahre – vorläufig bis zum 31. Dezember dieses Jahres – , von denen in diesem Monat viele ins Testzentrum kämen, weil sie wegen der Herbstferien nicht in der Schule getestet werden. Auch für Schwangere und Personen, die sich aufgrund ihres Gesundheitsstatus nicht impfen lassen dürfen, sind die Tests weiterhin kostenlos.

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