Erste Tagespflege in Kierspe

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Stellten Bürgermeister Frank Emde (Rechts) die Planungen für die erste Tagespflege in Kierspe vor: Ralf Ullrich und Michael Metgenberg (links).

Kierspe - Das Portalgebäude des Einkaufszentrums Wildenkuhlen wird immer mehr zu einem Gesundheitshaus, freute sich nicht nur Bürgermeister Frank Emde, denn der ambulante Pflegedienst „Rat und Tat“ ist dorthin umgezogen und richtet dort auch eine Tagespflege ein - die erste in Kierspe.

Denn in dem Haus gibt es mittlerweile eine Apotheke, eine Physiopraxis, ein Fitness-Center, eine Frauenärztin und vielleicht schon ab Juni, spätestens ab dem 1. Juli die Tagespflege. „Wir hatten schon mal überlegt, selbst ein Haus zu einer Tagespflege umzubauen“, erklärte der Bürgermeister, „doch das rechnet sich nicht“. Im „Gesundheitshaus“ sieht er „Synergien ohne Ende“.

Bei Rat und Tat ist es natürlich anders als bei der Stadt: Ralf Ullrich ist Inhaber des ambulanten Pflegedienst, den es seit sechs Jahren in Kierspe gibt, und hat mit „Vermieter“ Michael Metgenberg die rund 250 Quadratmeter großen Räume, zu der noch eine 150 Quadratmeter große Terrasse zählt, hergerichtet. Jetzt fehlen nur noch die Möbel: Doch Stühle, Sessel, Liegen, Schränke und Küche haben eine längere Lieferzeit.

Zumindest die Zulassung als anerkannter Träger hat der zuständige Landschaftsverband Westfalen-Lippe bereits erteilt. In der Tagespflege ist die Grund- und Behandlungspflege (Medikation, Spritzen, et cetera) von Menschen mit den Pflegegraden zwei bis vier gewährleistet. Die Verhandlungen mit den Pflegekassenverbänden liefen. In diesem Zusammenhang weist Ullrich darauf hin, dass durch die Änderung des entsprechenden Gesetzes die Pflegesachleistungen nicht nur einmal gezahlt werden, sondern unabhängig davon beispielsweise auch (ein zweites Mal) für die Tagespflege (bis auf Unterkunft und Verpflegung) gezahlt werden.

Da es einige Anfragen dafür gibt, ist sich Ullrich sicher, dass die 13 Plätze schnell belegt sein werden. Es besteht die Möglichkeit einer Erweiterung auf 20 Plätze, und die Öffnungszeiten - zunächst werktags von 8 bis 16 Uhr - sind ebenfalls erweiterbar. Es gebe Entlastungen für die Angehörigen und die soziale Teilhabe für die Betroffenen. Denn neben der Verpflegung wird, Sport, Gymnastik, Singen, Basteln, Spielen, Informationen und vieles mehr geboten. Und es gibt Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten. Die Tagespflege ist also eine Möglichkeit, einer vorzeitigen Heimunterbringung vorzubeugen - betroffene Menschen können so lange wie möglich zu Hause bleiben.

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