Pomp und Circumstance in der Gesamtschule

Die Klasse 7.3 war gerade aus Montigny zurückgekommen, wo sie bei einem großen Konzert mitgewirkt hatte. Aber auch beim Konzert in der PZ begeisterten die jungen Musiker das Publikum.  - Fotos: Negel-Täuber

KIERSPE - „Lehrer Swing“ hieß passenderweise der Auftakt zum alljährlichen Sommerkonzert, bei dem die Bläserklassen ihr Können unter Beweis stellten. Denn gespielt wurde es von einer relativ neuen Formation, zusammengesetzt aus der Lehrerband und mehreren Schülern.

Denn die Begeisterung der Musiklehrer für ihr Lieblingskind Bläserklasse war ins Kollegium übergeschwappt und so hatte die Blasmusik in Form von Jazz und Swing auch unter den Lehrern neue Freunde gefunden.

Von den derzeit vier Bläserklassen machte die 5.3 unter Leitung von Petra Menges den Auftakt. Mit kleineren Stücken wie „Star Splitter“ und „I like the Flowers“ spielte sie sich warm, holte dann größer aus mit mehreren Filmmusiken und endete eindrucksvoll mit „Smoke on the Water“. Einige Schüler waren besonders mutig und absolvierten bereits kleine Soloauftritte. Eine besondere Leistung, da die Kinder erst seit September Instrumentalunterricht haben. „Wir Bläser wissen das: Wenn man aufgeregt ist, kann sich das schon mal auf die Atmung schlagen“, erläuterte Frank Bisterfeld die besondere Problemlage der jungen Musiker, die ihre Auftritte indes bravourös bewältigten.

Die Klasse 7.3 hatte unter Leitung von Peter Hoberg ihren letzten Auftritt. Nach drei Jahren Unterricht in der Bläserklasse beendete sie ihr gemeinsames Musizieren, aber wenn es nach den Lehrern geht, soll es das nicht gewesen sein. „Wir werden ein Orchester gründen“, verkündete Frank Bisterfeld, „die Einladungen gehen in dieser Woche raus.“ Mittlerweile spielen zwar viele Jugendliche in den verschiedenen Formationen der Musikgemeinschaft, darüber hinaus will die Schule selbst aber den Jugendlichen Gelegenheit geben, das Gelernte weiter anzuwenden.

Die Siebtklässler spielten das Chanson „Sous le ciel de Paris“ von Edith Piaf in einer sommerlich-beschwingten Version, mit der sie sich am Wochenende bei einem Konzert in Montigny präsentiert hatten. Mit „Can’t buy me love“ von den Beatles und „Shackleford Banks“ hatten sie auch zwei Stücke im Programm, mit denen sie sich bereits dem typischen Bigband-Stil annäherten.

Von einem Bläserklassenkongress hatten die Lehrer nicht nur neue Noten, sondern auch neue Ideen mitgebracht. Eine davon präsentierten die Klassen 5.3 und 6.3. Unter Leitung von Lehrer Sebastian Hase marschierten sie, auf ihren Instrumenten spielend, im Parade-Schritt als Marching-Band über den Schulhof. Die Zuhörer spendeten reichlich Beifall für diese Darbietung.

Die Klasse 6.3 hatte es danach schwer, wieder die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, schaffte das aber mit Klassikern wie „My heart will go on“. Richtig feierlich wurde es dann mit „Land of Hope and Glory“ aus „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar. Die Schwerpunktklassen sind üblicherweise auf drei Jahre begrenzt, bei der jetzigen Klasse 8.3 hatten die Lehrer auf Wunsch der Schüler eine Ausnahme gemacht. Nicht mehr alle haben Instrumentalunterricht, aber alle blieben dabei. Mit Stücke wie „Swiss Whistle“ und „Skyfall“ beendeten sie das Programm, gefolgt vom großen Finale. Da kamen mit „Mombassa Beat“ noch einmal alle auf die Bühne. - bnt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare