Hammerkamp: Anwohner ärgert sich über „Raser“

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Eine auf die Fahrbahn gemalte 30 ist Jörg Jeske zu wenig. Seiner Ansicht nach müssten noch weitere Maßnahmen ergriffen werden, um den Verkehr auf dem Hammerkamp einzubremsen.

Kierspe - Jörg Jeske ist stinksauer und je mehr er darüber nachdenkt und spricht, umso wütender wird er: Auf dem Hammerkamp, wo Tempo 30 erlaubt ist, wird seiner Ansicht nach viel zu schnell gefahren. Es sei ein Wunder, dass noch nichts passiert ist.

Der Kiersper wohnt zwar an der Straße Am Nocken, hat aber eine Garage am Hammerkamp gemietet und geht auch gerne mit seinem Hund die Treppe, die zum Hammerkamp führt, hinunter. Mittlerweile, so sagt er, traut er sich aber bald nicht mehr, auf der schmalen Straße oberhalb des Zentralen Omnibusbahnhofs zu Fuß zu gehen – eben, weil zu schnell gefahren, sich nicht an Tempo 30 gehalten werde.´

Es gab schon brenzlige Situationen

Es habe schon brenzlige Situationen gegeben, da standen vier Erwachsene auf der Straße und es kam ein Fahrzeug sehr schnell. „Es sah so aus, als würde er in die Gruppe fahren“, war Jeske der Schreck in die Glieder gefahren. Der Kiersper denkt auch an die Kinder, die an der Straße leben und auf dieser natürlich auch gehen würden.

Die Straße Hammerkamp zählten zu den Tempo-30-Zonen in Kierspe. Darauf weist das Schild am Anfang der Straße hin.

Und wenn man die Autofahrer anspreche, würden sie einem den Mittelfinger zeigen oder einen sogar beleidigen, sagt der Kiersper. Wie Jörg Jeske weiter erklärt, habe er sich sowohl an die Stadt als auch an die Polizei gewandt. Doch bauliche Maßnahmen würden Geld kosten und sind auf der schmalen Straße, auf der sich größtenteils zwei Fahrzeuge nicht einmal begegnen können, nur schwer möglich.

Letztlich ist dies auch einer der Gründe, warum keine Geschwindigkeitskontrollen auf dem vorderen Teil des Hammerkamps durchgeführt werden können. Es gibt auch kein Teilstück, das lang genug für eine Radarkontrolle wäre, habe man ihm gesagt. Dem widerspricht Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, Kontrollen mit dem Radar- oder Lasergerät seien überall möglich. Allerdings setze dies voraus, dass die Kommune zuvor das Seitenradar eingesetzt und Geschwindigkeiten ermittelt habe.

Keine Beschwerden im Polizeicomputer

Liegen diese Geschwindigkeiten über dem Erlaubten, erklärt der Pressesprecher, komme die Polizei zum Einsatz, um letztlich zu schnelles Fahren zu sanktionieren. Darüber hinaus zeige ein Blick in den Polizeicomputer, dass es in diesem Jahr keine Beschwerden für den Bereich Hammerkamp gegeben habe. „Wenn da etwas gekommen wäre, hätten sich die Kollegen vor Ort das angesehen“, versichert Boronowski. Und es gebe auch einen Vermerk im System. Da in einer Tempo-30-Zone keine weiteren Schilder aufgestellt werden, hofft der Kiersper, dass es wenigstens nicht nur bei der einen 30 bleibt, die auf die Fahrbahn – im Bereich der Treppe, die von Am Nocken kommt – geschrieben wurde.

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