Polizeiorchester gibt Konzert im GSK-PZ

2007 war das Landespolizeiorchester, damals mit seiner Big Band, das erste Mal an der Gesamtschule zu Gast. Nächste Woche wird erneut ein großes Konzert im PZ gegeben.

KIERSPE ▪ Zweimal schon war das Landespolizeiorchester Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2007 und 2009 an der Gesamtschule zu Gast, um einerseits bei musikalischen Workshops mit den Bläserklassen der weiterführenden Bildungseinrichtung mitzuwirken und andererseits zum Abschluss auch noch ein Konzert zu geben. Erneut sind zwei Jahre vergangenen, so dass es jetzt wieder so weit ist: „War es bislang immer die Big Band als Unterabteilung des hochkarätigen Ensembles, wird diesmal das Sinfonische Blasorchester kommen“, kündigt GSK-Musiklehrer Johannes Koch an.

Erwartet wird das Orchester unter der Leitung von Scott Lawton. Einzelne Musiker werden bereits am kommenden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, 13. bis 15. September, jeweils in der dritten und vierten Schulstunde verschiedene Workshops betreuen und am Donnerstagabend, 15. September, wird dann das komplette Ensemble anreisen, um ab 19 Uhr im Pädagogischen Zentrum ein Gemeinschaftskonzert zu geben.

An den Workshops können wieder die Bläserklassen, aber genauso auch andere Schüler, die ein Instrument spielen, teilnehmen. Erarbeitet wird ein kleines Repertoire, das dann zusammen mit dem Polizeiorchester im Rahmen des Konzerts dem Publikum präsentiert werden soll. Dieses ist natürlich öffentlich, so dass alle interessierten Bürger die Möglichkeit haben, den Auftritt mitzuerleben.

Das Sinfonische Blasorchester des Landespolizeiorchesters NRW gilt als ausgesprochen vielseitiges Ensemble: Neben gern gespielten traditionellen Blasmusikwerken sind die musikalische Schwerpunkte bekannte Melodien von Gershwin und Bernstein, unvergessene Hits aus den Filmstudios in Hollywood und Babelsberg, aber auch populäre Sinfonik von Johann Strauss, Verdi und Suppé bis hin zu Chabrier und Wagner. 2005 war das Orchester bereits zum zweiten Mal Teilnehmer des Dortmunder Musikfestes. Ein erfolgreicher Bereich der Orchesterarbeit sind Young-People- Konzerte nach dem Vorbild von Leonhard Bernstein. Seit 2003 spielt das Ensemble zudem jeweils in einer anderen Stadt ein Neujahrskonzert.

Das Landespolizeiorchester leistet einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit der Polizei. Es spielt im Verlauf eines Jahres insgesamt etwa 140 Konzerte, rund 40 davon in großer sinfonischer Besetzung und gilt als eines der führenden sinfonischen Bläserensembles Deutschlands. Dabei beschränkt es sich aber nicht nur auf traditionelle Konzertauftritte zur allgemeinen Sympathiewerbung, sondern wird auch in bislang ungewohnten Bereichen aktiv: Vertrauensbildung, Stärkung der sozialen Kompetenz, Sympathiewerbung und Imagepflege bei hiermit noch nicht erreichten oder auch ausdrücklich kritisch eingestellten Zielgruppen sind neuerdings die erweiterten Schwerpunkte der Arbeit. Dafür bietet sich eine Schule wie die Kiersper Gesamtschule natürlich an.

Seit zehn Jahren arbeitet Scott Lawton regelmäßig mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, acht Jahre davon als Chefdirigent. Mit dem Orchester hat er zahlreiche Filmsoundtracks eingespielt. Er leitet zudem regelmäßig Livefilmkonzerte zu den berühmtesten Stummfilmen von Chaplin, Hitchcock und Fritz Lang wie „Metropolis“ und „Dr. Mabuse“. Seit 2004 ist er außerdem musikalischer Leiter bei den Gandersheimer Domfestspielen. In den letzten fünf Jahren dirigierte er hier unter anderem „Die Zauberflöte“ oder auch „The Rocky Horror Show“.

Seit 2005 arbeitet Lawton intensiv mit dem Polizeiorchester NRW. In den letzten Jahren gastierte er zudem mit dem WDR-Rundfunkorchester in Köln. Weitere Höhepunkte bildeten Konzerte mit dem Saarländischen Staatstheater, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem Rundfunkorchester Pilsen und dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder).

Der Amerikaner studierte am Oberlin-Conservatory in Ohio Klavier und Dirigieren. Nach Engagements in Bielefeld und Trier kam er in die österreichische Hauptstadt, wo er am Theater an der Wien und im Raimund Theater „Phantom der Oper“, „Les Misérables“ und „42nd Street“ dirigierte. Im gleichen Zeitraum leitete er auch an der Wiener Kammeroper die „Hochzeit des Figaro“ und „Rigoletto“. Es folgte ein mehrjähriges Engagement am Saarländischen Staatstheater. ▪ rh

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