Paar flüchtet vor Beamten

Polizeikontrolle endet mit Verfolgungjagd - und einer Überraschung

In Rönkhausen hat in der Nacht zu Montag ein Mann eine Nachbarschaft terrorisiert. Bei seiner Festnahme verletzte er eine Polizistin.
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(Symbolbild)

Bei dieser Polizeikontrolle bewiesen die Beamten offenbar eine richtig „feine Nase“: Ihnen ging ein dickerer Fisch an den Haken als gedacht.

Kierspe - Intuition ist ein wichtiger Eckpfeiler bei der Suche nach „Strolchen“, das beweisen Zollbeamte in Grenzgebieten regelmäßig. Auch für die Polizei gehört der richtige Riecher bei Verkehrskontrollen dazu. So auch am Donnerstagabend in Kierspe

Dort „roch“ die Besatzung einer Polizeistreife spontan Gesprächsbedarf nach der Begegnung mit einem Pärchen im Pkw am Haunerbusch. Doch der 38-Jährige hinter dem Steuer hatte wenig Interesse an einem Plausch mit den Beamten und ignorierte die Anweisung, anzuhalten. Er fuhr einfach rund 400 Meter weiter, erklärte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei. Dann bremste der Kontroll-Kandidat plötzlich, die Türen wurden aufgerissen.

Erst flüchtete die Beifahrerin, dann der Fahrer

Seine 22-jährige Beifahrerin flüchtete zunächst in Richtung Füllenfeld, auch der Fahrer selbst suchte das Weite. Erfolglos: Die Beamten aus dem Streifenwagen konnten ihn schnell packen. Obgleich die Lage aussichtslos war, wollte sich der der 38-Jährige noch befreien und leistete Widerstand.

Nachdem sich die Lage etwas beruhigt hatte und beide Flüchtigen im Streifenwagen saßen, erklärte sich auch ihr Verhalten: Gegen den Fahrer waren drei Haftbefehle zur Vollstreckung offen. Möglicherweise wusste der Mann auch nicht, wie er sich in Polizeikontrollen zu verhalten hat, denn zumindest aktuell ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Kripo ermittelt

„Wegen welcher Vergehen der Mann gesucht wurde, wissen wir im Moment noch nicht“, so Boronowski: „Er wurde zur Polizeiwache Lüdenscheid gebracht und dort in Gewahrsam genommen.“ Im Laufe des gestrigen Freitags wollte sich die Kriminalpolizei ausführlich mit der Angelegenheit befassen, so der Pressesprecher. Er betont aber: „Die Beifahrerin wird als Zeugin, nicht als Beschuldigte behandelt. Gegen die junge Frau liegt derzeit nichts vor.“

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