Polizei bei Kiersper Schützen im Einsatz

Tumult auf dem Schützenfest: Sechs Personen in Gewahrsam

Kierspe - Nicht nur feucht-fröhlich ging es auf dem Kiersper Schützenfest zu, sondern auch durchaus handfest: In der Nacht zu Sonntag musste die Polizei mit einem Großaufgebot zum Hedberg ausrücken.

Wie die Polizei jetzt bekannt gab, kam es gegen 2.30 Uhr zu mehreren Auseinandersetzungen. Dabei gerieten anfänglich maßgeblich zwei Personengruppen aus ungeklärten Gründen aneinander. Polizeibeamte rückten an und mussten schnell Unterstützung aus Lüdenscheid, Plettenberg, Meinerzhagen, Werdohl und Halver anfordern.

Dabei stießen die Beteiligten offenbar massiv Beleidigungen unter der Gürtellinie gegen die Beamten aus. Einem Anwesenden wurde ein Platzverweis ausgesprochen, woraufhin Teile der Gruppe begannen, die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens sowie auch Polizeibeamte weiter zu beleidigen und auch zu schubsen. Ein Störenfried musste von den Beamten daraufhin "zu Boden gebracht" werden. Währenddessen gab einer der Delinquenten einem Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens eine Kopfnuss. Der Mitarbeiter erlitt Schwellungen im Gesicht. In diesem Zusammenhang nahmen Polizeibeamte vier Männer aus Kierspe im Alter von 21 bis 49 Jahren in Gewahrsam.

Festnahme löst Kettenreaktion aus

Ein 24-jähriger Mann aus Essen versuchte einen Polizeibeamten ins Gesicht zu schlagen. Und auch bei der anschließenden Fesselung leistete er Widerstand. Eine Polizeibeamtin wurde dabei leicht verletzt. Als Polizeibeamte den Mann in den Streifenwagen setzten, versuchte ein 16-jähriger Kiersper, seinen Kumpel zu befreien. Er erhielt einen Platzverweis. Bei der Durchsuchung im Polizeigewahrsam konnten bei dem Beschuldigten Betäubungsmittel aufgefunden werden. Diese wurden sichergestellt.

Ein weiterer 26-jähriger Kiersper schlug im Rahmen des Tumults einer 23-jährigen Frau aus Kierspe ins Gesicht, die darauf zu Boden ging. Sie wurde leicht verletzt. Der Mann erhielt einen Platzverweis.

Ein 21-jähriger Meinerzhagener versuchte, einen Sicherheitsmitarbeiter zu schlagen, nachdem dieser ihm ein Hausverbot erteilt hatte. Anschließend ging er mit erhobenen Fäusten auf anwesende Polizeibeamte zu. Diese setzten Pfefferspray gegen den aggressiven Mann ein und nahmen ihn vorläufig in Gewahrsam.

Insgesamt legten die Beamten fünf Strafanzeigen vor. Die Polizei ermittelt wegen mehrerer Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzungen, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigungen sowie eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Sechs Personen wurden in Gewahrsam genommen. Zahlreiche weitere Personen erhielten Platzverweise.

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