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Neue Wege für die Kiersper Jugend

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Von: Detlef Ruthmann

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Ortsbesichtigung in Kierspe-Dorf zum Verkehrslärm
Wenn es um Entscheidungen für Kierspe geht, sollen nach Vorstellungen der Politiker auch junge Leute die Möglichkeit haben, sich daran zu beteiligen (Symbolbild). © Ruthmann, Detlef

Richtlinien zur Bildung des Jugendparlaments Kierspe werden nicht aufgehoben. Das Thema wird mindestens bis ins kommende Jahr vertagt.

Das ist die Entscheidung, die am Mittwoch im Ausschuss für Sport und Jugend gefällt worden ist. Was gleichzeitig bedeutet, dass sich der Rat bei seiner nächsten Sitzung nicht damit befassen muss.

Der Grund dafür: Die Kommunalpolitiker wollen Erfahrungen sammeln, ob sich durch neue Kommunikationswege die Kiersper Jugendlichen doch dazu motivieren lassen, in einem eigenen Parlament aktiv zu werden. Ein Testlauf des Software-Programms „lamapoll“ hatte ergeben, dass sich fast 60 Jugendliche am Thema „Treffpunkt für Jugendliche“ beteiligt und das Programm für gut befunden hatten. Die einfach zu bedienende und kostenfreie Software soll daher auch künftig genutzt werden, wobei der Treffpunkt beziehungsweise ein Platz für Jugendliche als erstes Projekt eingearbeitet wird.

Dabei gehe es nicht um Verpflichtungen, sondern um die Möglichkeit der Beteiligung, des freiwilligen Abstimmens und Mitredens. Diese Online-Beteiligung könnte das Jugendparlament ablösen, sodass Kinder und Jugendliche an den Entscheidungen in der Stadt beteiligt werden. Damit es auch besser gelingen kann, Jugendliche heranzuführen, dass sie auch Verantwortung übernehmen, wie es Nico Howorka (FWG) formulierte, machte Steffen Wieland (UWG) den Vorschlag, den Jugendlichen ein Budget zur Verfügung zu stellen. Wieland hatte auch eine Finanzierung parat: Beim LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) gebe es eine Förderung für Kinder- und Jugendbeteiligung, nach der man 5000 Euro erhalten könne.

Die Verwaltung, versprach Dorette Vormann-Berg, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, werde dies ebenso prüfen, wie Oliver Buschs (SPD) Vorschlag, ein Planspiel Kommunalpolitik im Rathaus anzubieten. Nicht zuletzt, um die Hemmschwelle vor dem Rathaus und der Kommunalpolitik zu verringern. Im Rahmen dieser Diskussion blieb natürlich nicht unerwähnt, dass die Gesamtschule in Berlin jetzt mit dem Demokratie-Preis ausgezeichnet worden war.

Ob sich mithilfe der Online-Software, einem Budget sowie einem Planspiel Kommunalpolitik die Kinder und Jugendlichen in Kierspe motivieren lassen, ein Jugendparlament zu gründen, ist noch völlig offen. Doch sollte es dazu kommen, sind die entsprechenden Richtlinien dafür noch vorhanden. Allerdings merkte Thorben Weber (UWG) an, dass diese Richtlinien durchaus optimiert werden müssten.

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