Freie Schule nimmt die Volme unter die Lupe

Das Ergebnis ihrer Gewässer-Untersuchung dokumentierten die Schüler der Freien Schule. Sie waren erfreut, dass sie in der Volme nur ganz geringe Mengen Abfall fanden. - Fotos: Lambertz

Kierspe - Als Plastikpiraten waren die Schüler der Klassen 8/9 und 10/11 der Freien Schule an der Volme unterwegs, um festzustellen, wie belastet das Gewässer ist. Eins vorweg: Es fand sich so gut wie kein Kunststoff.

Die „Plastikpiraten“ sind eine groß angelegte Aktion vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, an der sich zahlreiche Schulen in der gesamten Bundesrepublik beteiligen. Unter anderem eben auch die Freie Schule Kierspe. In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es dazu: „Alles, was in Bächen, Flüssen und Strömen landet, kann mit dem Wasser in die Meere und Ozeane geschwemmt werden. Plastikmüll zum Beispiel. Dort gefährdet er Tiere und gelangt in die marine Nahrungskette. Die ,Plastikpiraten’ sind dazu aufgerufen, die Wissenschaft zu unterstützen und auf Expedition zu gehen. Wie echte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sie Makroplastik wie zerrissene Tüten, weggeworfene Plastikflaschen oder verknotete Angelschnüre und Mikroplastik, kaum wahrnehmbare Kleinstpartikel, suchen, zählen und dokumentieren. Das Vorkommen von Plastikmüll in und an deutschen Fließgewässern ist vielerorts noch unerforscht. Die Aktion ,Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier’ für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen.“

Dazu wurden die Kiersper Klassen jeweils in fünf Gruppen eingeteilt. Gruppe eins kümmerte sich um die Flussbeschreibung und Flussgeschwindigkeit. Die zweite Gruppe achtete auf Müll am Ufer, Gruppe drei auf Müllansammlungen in der Nähe des Gewässers und Gruppe vier auf den treibenden Müll. Bei der fünften Gruppe handelte es sich um das Reporterteam.

In einer Zusammenfassung der Ergebnisse heißt es vonseiten der beteiligten Schüler: „Die Volme ist erfreulicher Weise sehr sauber, sodass nach einer Stunde nur ein kleines Stückchen Aluminiumpapier gefunden wurde. Dieses ist vermutlich vom Bürgersteig aus ins Wasser geworfen worden oder aus einem vorbeifahrenden Auto. An der Schleipe wurde eine kleine Ansammlung von Glasscherben gefunden, die vermutlich von einer kleinen Feier am Bach vor vielen Jahren liegen geblieben sind.“

Die Schüler zeigten sich positiv überrascht von diesem Ergebnis.

Trotzdem nutzten die Schüler ihre Aktion, um noch einmal darauf hinzuweisen, dass von dem Müll im und am Wasser ein Gefährdung vieler Lebewesen ausgeht, da der Abfall mit Futter verwechselt und gefressen werde. „Um Müll im Wasser und allgemein in der Natur zu vermeiden, sollten die Menschen darauf achten, dass ihr Müll nicht aus Versehen verloren geht und liegen bleibt. Wer Müll findet, sollte diesen mitnehmen und in einem Abfallbehälter entsorgen“, schreiben die Schüler zu diesem Thema und fordern auch die Anrainer dazu auf, auf Müll auf den eigenen Grundstücken zu achten und dieses einzusammeln, bevor er im Gewässer landet.

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