Freie Schule Kierspe

Unschöne Entdeckungen: „Plastic Pirates“ finden an Volme und Schleipe jede Menge Müll

Palstic Pirates - Freie Schule - Volme - Schleipe
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Die „Plastic Pirates“ der Freien Schule Kierspe sammelten entlang der Volme und der Schleipe Müll und dokumentierten ihre Untersuchungen unter anderem auch mit Fotos.

Die Schüler der Klassen 6/7 und 8/9 der Freien Schule Kierspe untersuchten im Rahmen der mittlerweile auf Portugal und Slowenien ausgeweiteten Aktion „Plastic-Pirates“ die Schleipe und Volme auf Plastik. „Wie Wissenschaftler gingen die Schülerinnen und Schüler nach genauen Vorgaben vor und bildeten vier Untersuchungsgruppen. Es wurde mit verschiedenen Methoden nach Müll gesucht, der natürlich am Ende der Aktion auch sachgerecht entsorgt wurde“, berichtet Stefanie Lambertz von der Freien Schule.

Kierspe - Wie die einzelnen Gruppen vorgingen, können Interessierte in einem Video sehen, dass das Reporterteam der Klasse 8/9 er- und auf youtube.de gestellt hat. Alle gesammelten Daten wurden im Anschluss den Wissenschaftlern zur Auswertung übermittelt, die die Plastikvermüllung und die Erforschung von Ursachen und Zusammenhängen in den drei Ländern gemeinsam betreiben.

In zwei Fotoreihen zeigt die Schule einen Teil der umfangreichen Dokumentation der Aktion. Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen können die Schülerinnen und Schüler wie folgt zusammenfassen: In beiden Fließgewässern (Schleipe und Volme) wurde kein treibender Müll beobachtet oder im Netz gesammelt. An den Flussufern wurden nur wenige Müllteile gefunden; an der Schleipe Folienteile von Siloballen, an der Volme eine Getränkedose und Kabelbinder.

Ein Teil der Ausbeute der „Plastic Pirates“, den sie an den Bächen sammelten.

„Allerdings erkannten wir auf der zur Zugstrecke und Bundesstraße zugewandten Seite der Volme, die wir nicht untersuchen konnten, mehr Müll“, so die Schüler. Auf der Wiese, die an die Bundesstraße und Schleipe grenzt, die mit in den Untersuchungsbereich der Klasse 6/7 fiel, wurden viele Müllobjekte gefunden, zum Beispiel ein Schuh, zwei Glasflaschen, Plastiktüten und mehr als 750 Styroporteile.

„Unsere Vermutungen ist, dass die großen Mengen Styropor von den Straßenbegrenzungen kommen, die damit ummantelt waren, um bei Unfällen vor allem Motorradfahrer zu schützen. Diese Anpralldämpfer für Schutzplanken sind wahrscheinlich durch Witterung und Alterung zerfallen und verteilen sich in unterschiedlich großen Teilen in der Umgebung.“ Außerdem vermuten die Schüler, dass Vorbeifahrende und Spaziergänger Müll unabsichtlich oder auch absichtlich hinterlassen haben.

Selbst Schuhe fanden sich als Abfall an den Ufern der beiden Bäche.

Das Fazit der Schüler: „Wichtig ist, selbst sehr aufmerksam zu sein und darauf zu achten, dass man keinen Müll hinterlässt, egal wo man sich aufhält, und dass es sinnvoll ist, immer wieder Müllsammelaktionen durchzuführen, um vorhandene Verschmutzung aufzulösen. So tun wir Flüssen, Meeren und allen Bewohnern der Erde etwas Gutes.“ Es sei schön zu wissen, dass viele Jugendliche an dieser Aktion teilnehmen, damit viele Menschen sensibilisiert und so viel erreicht werden könne.

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