Auf dem neuesten Stand der Technik

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Das Gerätehaus Stadtmitte wird nach dem Neubau nicht mehr von der Feuerwehr benötigt.

Kierspe - Die Stadt hat sich schwergetan mit der Suche nach einem Grundstück für ein neues Feuerwehr-Gerätehaus. Jetzt hat sich die Stadt in enger Absprache mit Politik und Wehrleitung festgelegt. Im kommenden Jahr sollen die Planungen für einen Neubau an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße beginnen.

Der Bau selbst soll in den Jahren 2016 und 2017 erfolgen.

Von Johannes Becker

„Wir haben seit geraumer Zeit ein Problem mit der Tagesverfügbarkeit bei den Löschzügen und hoffen, durch die Zusammenlegung der Innenstadtlöschzüge dem entgegenwirken zu können“, erklärt Bürgermeister Frank Emde im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung.

Nach der Prüfung verschiedener Standorte und Finanzierungsmodelle habe man sich nun auf einen „Neubau auf einem städtischen Grundstück unter eigener Regie“ festgelegt. „Ein Mietmodell an einem anderen Standort wäre einfach bei der momentanen Niedrigzinsphase zu teuer geworden. Derzeit gibt es Kredite in der benötigten Größenordnung für 2,5 Prozent fest auf 30 Jahre. Durch Sonderkonditionen von der KfW können wir sogar noch deutlich preiswerter finanzieren“, so Emde weiter.

Für die Planung des Gebäudes seien bereits Mittel in den Haushalt des kommenden Jahres eingestellt, der Hauptausschuss habe dem Vorhaben einstimmig zugestimmt und die Wehr sei informiert.

Auch das Gerätehaus an der Wehestraße steht nach einem Gerätehausneubau zum Verkauf. - Fotos: Becker

Mit dem Bau selbst soll aber erst im Jahr 2016 begonnen werden. Damit wolle man sich Zeit verschaffen, das Gelände an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße kostengünstig mit Erdaushub von anderen Baustellen aufzufüllen, erklärt Emde. Die Stadt ist in dem Bereich, in dem der Neubau entstehen soll im Besitz eines rund 12 000 Quadratmeter großen Grundstückes, das nach jetzigem Bebauungsplan für „nicht störendes“ Gewerbe reserviert ist. Emde: „Wie viel davon benötigt wird, hängt von den endgültigen Planungen ab. Wir werden auf jeden Fall ein bedarfsgerechtes Gerätehaus errichten.“ Bedarfsgerecht heißt für den Bürgermeister, dass man sich aus Kostengründen anschauen werde, in welcher Bauweise das Gebäude errichtet werde. Für den Leiter des Sachgebietes Ordnung Wolfgang Plate heißt bedarfsgerecht aber auch, dass man nach dem neusten Stand der Technik bauen wolle, um der Feuerwehr ein möglichst „zukunftssicheres“ Gebäude zu übergeben.

Natürlich ist es dem Bürgermeister einer Stadt mit großen Finanzproblemen auch ein Anliegen, auf die Einsparungen durch die Zusammenlegung hinzuweisen: „Wir werden den Fuhrpark verkleinern können und müssen keine besonderen Baumaßnahmen mehr bei den bestehenden Gebäuden vornehmen.“ Die bestehenden Gerätehäuser an der Wehestraße (Löschzug 1) und der Friedrich-Ebert-Straße (Löschzug 2) sollen nach jetzigem Stand mittelfristig veräußert werden.

Doch die größte Kostenersparnis dürfte sein, die Tagesverfügbarkeit sicherzustellen, um damit auch eine hauptamtliche Wache entweder zu verhindern oder auf jeden Fall um viele Jahre hinauszuzögern.

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