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OGS mit Fotovoltaik und Gründach

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Von: Detlef Ruthmann

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Planung eines Neubaus für die OGS Pestalozzischule
Die Architekten Michael Kupsch und Dominic Reitmayer stellten im Ausschuss für Umwelt und Bauen nicht nur die Planungen für einen OGS-Neubau an der Pestalozzischule vor, sondern hatten auch ein Modell mitgebracht. © Ruthmann, Det

Drei Klassenräume, Sanitäranlagen, Kantine, in der Mitte ein Versammlungsraum mit großem Oberlicht, der noch durch bewegliche Trennwände vergrößert werden kann, ein Glasgang als Übergang zu einem möglichen Erweiterungsbau.

Kierspe - Die Planungen für einen Neubau der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Pestalozzischule, welche die Architekten Dominic Reitmayer und Michael Kupsch in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen vorstellten, stießen bei den Mitgliedern des Gremiums auf ein positives Echo.

Insbesondere der mit Blick auf den geplanten Rechtsanspruch einer Ganztagsbetreuung mögliche Erweiterungsbau mit zwei Klassenräumen wurde im Ausschuss begrüßt. Zwar gab es einige wenige Fragen zu den modernen Details der Planung, doch konnte auch dies gefallen. So soll der Neubau ein Flachdach mit einer Begrünung (mit Pflanzen für Insekten) sowie einer Fotovoltaik-Anlage in maximal möglicher Größe und mit Speichermedium erhalten, sodass Strom an die Pestalozzischule abgegeben werden kann. Und es gibt bodentiefe Fenster, die als Notausgänge zum Schulhof genutzt werden können.

Kosten von rund einer Million Euro

Nicht geklärt ist die Frage nach der Heizung, da noch das vorhandene Heizungssystem der Pestalozzischule untersucht werde. Ebenfalls noch offen ist, ob der Neubau in Holz- oder Massivbauweise errichtet wird, das richte sich nach den Kosten. Die werden sich nach den Angaben der beiden Architekten auf rund 730 000 Euro belaufen plus Fachingenieurskosten, sodass mit einer Gesamtsumme von einer Million Euro kalkuliert werden müsse. „Ohne Förderung können wir uns das nicht erlauben“, machte Stadtkämmerin Kerstin Steinhaus-Derksen deutlich, dass die neue OGS nur bei einer 90-prozentigen Förderung durch das Land realisiert werden könne.

Nur mit Förderung möglich

Den Eigenanteil der Stadt von rund 100 000 Euro will man aber im Haushalt bereitstellen. Dagegen können die in diesem Jahr entstandenen Planungskosten abgerechnet werden. Ob das Vorhaben im kommenden Jahr – der Antrag müsse nicht noch einmal gestellt werden – in die Förderung kommt, ist aber noch nicht bekannt. Möglich sei, dass es sogar Förderprogramme gebe, in denen auch die energetischen Maßnahmen bezuschusst werden. So gesehen herrschte leichter Optimismus, dass das Vorhaben realisiert werden kann.

Ausschussmitglieder überrascht

Überrascht zeigten sich die Ausschussmitglieder, die früher selbst die Pestalozzischule besucht hatten, dass „plötzlich“ der kleine Wald in Richtung Füllenfeld und Am Nocken, der sich im städtischen Besitz befindet, von den Kindern genutzt werden kann. Denn vorgesehen ist, den Neubau auf der Fläche zu errichten, auf dem sich derzeit der Bolzplatz befindet. Dafür stehe der Wald zur Verfügung. „Das durften wir früher nicht“, meinte Peter Christian Schröder mit einem erstaunten Lachen.

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