Pflegeberatung MK informiert Kiersper Senioren

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Marion Platenius, Jens Trimpop (hinten v.l.) und Oliver Renneckendorf informierten über die Pflegeberatung. ▪

KIERSPE ▪ „Ich habe gar nicht gewusst, dass es eine Pflegeberatung des Märkischen Kreises gibt“, war eine der Äußerungen nach dem Vortrag von Oliver Renneckendorf, vom Fachdienst Pflege, von eben jener Institution. Die Antwort Renneckendorfs war eindeutig: „Aus diesem Grund sind wir ja hier“, bei der Sitzung des Seniorenbeirats der Stadt Kierspe am Mittwochnachmittag im Rathaus.

Der Pflegeplaner des Märkischen Kreises hatte dazu die für den Südkreis zuständigen Pflegeberater Marion Platenius und Jens Trimpop mitgebracht. Renneckendorf berichtete in einem kurzen Vortrag, unterstützt von seinen Kollegen, von der Neuordnung der Pflegeberatung des Märkischen Kreises.

Bis Ende des vergangenen Jahres gab es für das Kreisgebiet insgesamt zwei Stellen, dazu kleinere Stellenanteile in Iserlohn und Lüdenscheid. Als Projekt, auf zunächst zwei Jahre begrenzt, wurde jetzt das Personal aufgestockt. Sieben Mitarbeiter, darunter Sozialarbeiter, Pflegefachkräfte und Verwaltungsangestellte, teilen sich seit Januar in die MK-Teams Nord, Mitte und Süd auf. Diese Fachkräfte sollen das Grundgerüst der Pflegeberatung im Märkischen Kreis bilden. Dabei sind sie Ansprechpartner und bieten individuelle Unterstützung und Hilfestellung. Vorgesehen sind telefonische Beratung, zum Beispiel bei Fragen nach Unterstützungsleistungen für ein benötigtes Pflegebett, aber auch Beratung der Menschen vor Ort. Die Beratungsleistungen sind dabei für die Betroffenen kostenfrei.

In den Städten und Gemeinden selbst will das Projekt für eine bessere Vernetzung der einzelnen Pflegestrukturen vor Ort sorgen. „Es müssen ausreichende und ‚bezahlbare‘ komplementäre Angebote in der Region vorhanden sein“, heißt eine Zielvorstellung der neustrukturierten Pflegeberatung. Erreicht werden soll zudem eine Stärkung der ambulanten Angebotsstruktur, den „pflegebedürftigen Menschen soll ein möglichst langer und selbstbestimmter Verbleib in der gewohnten Umgebung ermöglicht werden“. Dass diese Ziele umgesetzt werden müssen, bewies Renneckendorf schon zu Beginn des Vortrages mit den Zahlen zur demographischen Entwicklung in Kierspe. Die Beiratsmitglieder äußerten hier aber auch leichte Kritik an dem Konzept. Einigen kamen Zweifel auf, ob der Kreis mit „nur“ sieben Mitarbeitern diese Ziele erreichen kann.

Wer das Angebot schon nutzen will, kann Marion Platenius und Jens Trimpop in Lüdenscheid unter Tel. (0 23 51) 17 22 22 erreichen.

Zuvor hatte die Vorsitzende Helga Stahl kurz über die Fortschritte im Bereich einer Notfallkarte für Senioren in Kierspe berichtet. Darauf werden medizinische Daten notiert. Mit Unterstützung der heimischen Sparkasse sollen die Karten, nach Klärung einer Urheberrechtsfrage, gedruckt werden. Einkaufs-Erleichterungen für Senioren im Rewe-Markt wurden nach Vorschlägen des Beirats bereits umgesetzt. ▪ ds

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