Brücke in Kierspe soll saniert werden

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Voraussichtlich bereits in den nächsten Wochen soll mit der Sanierung der Volmebrücke in der Kiersper Ortschaft In der Grüne begonnen werden. ▪

KIERSPE ▪ Die Brücke in der Kiersper Ortschaft „In der Grüne“ soll instand gesetzt werden – und das bereits in wenigen Wochen. So sieht es zumindest ein Beschluss des Petitionsausschusses vor. Offiziell bestätigen möchten das aber weder der Landtag noch die Kreisverwaltung.

„Auskünfte über den Ausgang des Verfahrens erteilt ausschließlich ein Mitglied des Petitionsausschusses“, teilt die Pressestelle des Kreises mit. Dieses Mitglied wiederum verweist an den Pressesprecher des Landtages Dr. Hans Zinnkann, der mitteilt, dass zu Beschlüssen des Petitionsausschusses keine Auskünfte erteilt werden. Eine Haltung, die er auch aufgrund des Einwandes, dass es ja schließlich Steuergelder seien, die ausgegeben würden, nicht ändert. Selbst die Anwohner wurden so erfolgreich zum Schweigen vergattert, dass eine Aussage über den Ausgang des Petitionsverfahrens nicht zu bekommen war.

Doch aus gut unterrichteten Kreisen ist das Ergebnis durchgeflossen. Demnach hat der Ausschuss entschieden, dass das Land die Kosten für eine Instandsetzung der Brücke übernimmt, ohne dass die hinteren Anlieger oder die Stadt zur Kasse gebeten werden. Die Sanierung des maroden Bauwerkes soll so ausgeführt werden, dass auch wieder Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen die Seite jenseits der Volme erreichen können. Erfolgen sollen die Arbeiten bereits in den nächsten Wochen.

Damit wäre dann auch die Ordnungsverfügung hinfällig, die der Kreis erst vor wenigen Tagen – und damit nach der Entscheidung des Petitionsausschusses versandt hat. Das habe formale Gründe, heißt es dazu aus dem Kreishaus. Der Beschluss sieht vor, dass die Anwohner die Gebäude bis zum 1. November des kommenden Jahres verlassen müssten.

Doch dazu wird es nach jetzigem Stand wohl nicht mehr kommen.

Ursächlich für die Probleme der Anwohner sind die Eigentumsverhältnisse der Brücke. Diese gehört zur Hälfte einem zahlungsunfähigen früheren Anwohner, die andere Hälfte gehört dem Land, dass durch eine ausgeschlagene Erbschaft zu diesem Eigentum gekommen war.

Bei einer Untersuchung des Bauwerkes im vergangenen Jahr wurde festgestellt, dass die Tragfähigkeit der Brücke für eine Nutzung mit Fahrzeugen nicht mehr ausreicht. Daraufhin stand die Brücke nur noch Fußgängern zur Verfügung. ▪ Johannes Becker

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