Wichteln und Singen: Weihnachten im Klassenzimmer

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Bevor es ans Wichteln ging, hat Klassenlehrerin Ayla Altun den Mädchen und Jungen in der letzten Unterrichtsstunde vor den Ferien noch eine Geschichte vorgelesen.

Kierspe - Sowohl an der Bismarck- als auch an der Pestalozzischule ist die letzte Unterrichtsstunde vor den Weihnachtsferien und damit in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Da wird nicht mehr unterrichtet, sondern der Beginn der Ferien und des Weihnachtsfestes gefeiert.

Die gemütliche Atmosphäre, wenn sich morgens die Mädchen und Jungen um den Adventskranz mit den echten Kerzen versammeln und Klassenlehrerin Ayla Altun eine besinnliche Geschichte vorliest, sorgt dafür, dass die Drittklässler der Pestalozzischule ruhiger werden. 

Das gilt jedoch nicht für den letzten Schultag vor den Weihnachtsferien. Denn dann steht das Wichteln auf dem Unterrichtsplan. Es gibt zwar auch, wie jeden Morgen in der Adventszeit, den Stuhlkreis rund um den Adventskranz in der Klasse, die Lichter bleiben aus, es wird eine Geschichte vorgelesen, dennoch ist die weihnachtliche Vorfreude fast greifbar.

Schließlich hat jedes Kind – das wurde vorher natürlich mit den Eltern abgesprochen – ein kleines Geschenk im Wert von höchstens 2,50 Euro mitgebracht. Und bevor die Grundschüler ihr Weihnachtsgeschenk zugelost bekommen und auspacken dürfen, gilt es zunächst, eine Rätselfrage zu lösen:

Vor dem Auspacken Rätsel lösen

„Was tut sich nicht weh, wenn es hinfällt?“ (der Schnee) oder „Wann kommt Silvester vor Weihnachten?“ (im Wörterbuch) sowie vergleichen Fragen werden – natürlich auch gemeinsam – von den Mädchen und Jungen gelöst. Das war am vergangenen Donnerstag, dem letzten Tag vor den Weihnachtsferien, wieder so in der Klasse 3b von Ayla Altun.

Während die Kinder beim Adventskreis sonst eigentlich ruhiger sind als gewöhnlich, sind Aufregung und Spannung am letzten Schultag vor den Ferien wohl wegen des Wichtelns fast greifbar.

Dass die Kinder an diesem letzten Schultag im Jahr aufgeregter sind als vielleicht sonst, liegt zweifellos auch daran, dass sich alle Grundschüler der Pestalozzischule in den letzten beiden Stunden gemeinsam in der Aula treffen. Das Motto des Ferien-Ansingens lautet in diesem Jahr „Weihnachten in aller Welt“. Daran beteiligen sich natürlich Mädchen und Jungen aus allen Klassen der Pestalozzischule in irgendeiner Form.

Die Schüler der 3b von Klassenlehrerin Ayla Altun erleben also nicht nur den Adventskreis auch am letzten Schultag in diesem Jahr, sondern erhalten schon ein paar Tage vor Heiligabend ein erster Geschenk und feiern gemeinsam mit allen anderen Grundschülern den Weihnachtsferienbeginn.

Adventszeit etwas Besonderes

Die Adventszeit stellt auch in der Bismarckschule stets etwas Besonderes dar: Das wird nicht nur durch das Singen in den Pausen am Montag nach einem Advent deutlich, sondern auch durch die Weihnachtsgeschichten aus dem Adventsbuch, aus dem Regina Wonderschütz ihren Kindern der Klasse 3b vorliest.

Nicht nur Uno-Kartenspiele und Puppen beziehungsweise Tiere brachten die Drittklässler mit in die Schule, sondern auch verschiedene Gesellschaftsspiele.

Bei den Singen nach den Adventssonntagen sind jeweils andere Jahrgänge verantwortlich: Nach dem ersten Advent waren es die dritten und vierten Klassen, nach dem zweiten die Schuljahre eins und zwei. Am Montag nach dem dritten Advent wurden dann auch die Eltern zum Adventskaffee eingeladen, wobei jede der zehn Klassen ihren Beitrag (Lieder, Geschichten, Anspiele) leistete und die Theater-AG das Stück „Auf dem Weg nach Bethlehem“ aufführte. 

Anderen einmal etwas Gutes tun

Die Mädchen und Jungen von Regina Wonderschütz erhalten aber auch ein Kärtchen, auf der eine Aufgabe notiert ist, und dies frei nach dem Motto, nicht nur selbst beschenkt werden, sondern auch anderen etwas Gutes tun. So sollen die Schüler beispielsweise an einem Tag jedem die Tür aufhalten oder anderen einmal die Tasche tragen.

Die Mädchen und Jungen der 3b der Bismarckschule konnten in der letzten Schulstunde in diesem Jahr nach Herzenslust spielen – mit dem eigenen Lieblingsspielzeug.

Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien begann am vergangenen Donnerstag nicht nur für die Kinder der 3b, sondern auch für alle anderen Bismarckschüler mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Margarethenkirche, der unter dem Motto „Engel“ stand. 

Dazu waren natürlich auch die Eltern und Geschwister eingeladen. In der Schule gab es dann ein gemeinsames Frühstück, wobei, wie jeden Morgen, die selbst gebastelten Tischlaternen brannten.

Zudem durften die Kinder ihr Lieblingsspielzeug mitbringen und damit dann spielen. Eine Geschichte las Regina Wonderschütz ebenfalls noch einmal vor – wobei sie diesmal ein Adventsbuch ausgewählt hatte, dass einzelne abgeschlossene Geschichten beinhaltete. Bevor es dann in die Ferien ging, kam es für die Drittklässler zum Höhepunkt: Ein Märchenbuch – mit den Eltern abgesprochen – als Weihnachtsgeschenk.

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