Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes fördern

Immer umlagert war das Experiment in den Naturwissenschaften, bei dem ein Negerkuss vergrößert wurde.

KIERSPE ▪ „An unserer Schule sind alle Kinder willkommen“, erklärte Schulleiterin Monika Hahn zum Auftakt der Gesamtschulinformationsveranstaltung für den künftigen fünften Jahrgang.

Gemeinsam mit Sigrun Wolf, Abteilungsleiterin der Jahrgangsstufen 5/6 begrüßte sie Grundschüler und Eltern am Samstagmorgen im voll besetzten Pädagogischen Zentrum. Um ihnen die Wahl einer geeigneten weiterführenden Schule zu erleichtern, gab das Leitungsduo einen Überblick über mögliche Schullaufbahnen. „Gesamtschüler können den Hauptschulabschluss, die Fachoberschulreife/Mittlere Reife und das Abitur erwerben“, so Hahn. Dabei stünde die allmähliche Entwicklung der Lern- und Leistungsfähigkeit sowie die besonderen Interessen und Neigungen des Kindes im Vordergrund, betonte sie.

Seit gut einem Jahr gibt es Schwerpunktklassen in den Bereichen Sport, Sprache, Naturwissenschaften, Kunst/Werken und Gesellschaftswissenschaften an der Gesamtschule. In einer zusätzlichen Unterrichtsstunde pro Woche arbeitet das Klassenlehrerteam nach individuellen Wahlen mit den Schülern zu diesen Themenbereichen. Kostproben aus den Schwerpunktklassen boten die Präsentationen der Bläserklasse 6.3 von Petra Menges und der fetzigen Stepp-Performance der Sportklasse 6.5 von Susanne Witt. Durch die Europaklasse 6.2 von Frauke Schridde erfuhren die kleinen und großen Gäste etwas über Lebensgewohnheiten, Kunst und Kultur im benachbarten europäischen Ausland und die künstlerische Gestaltung eines Apfels von der Bleistiftskizze bis zum farbenfrohen Motiv auf Leinwand brachte ihnen die Kunst/Technik-Klasse 6.7 von Petra Hasenbach näher.

„Mit Zeit und Know-how begleiten das Klassenlehrerteam und die Beratungslehrer die Schuleingangsphase, damit sich die Kinder im Fachunterricht und der neuen sozialen Gruppe gut zurechtfinden“, berichtete Sigrun Wolf. Ziel sei es, die neu gebildeten Klassen zu einer Gruppe zusammenzuführen, Mängel im Lernverhalten auszugleichen sowie Interessen und Stärken zu entwickeln. Individualität und Lernstand des einzelnen Kindes trage die Gesamtschule durch Differenzierung und gezielte Fördermaßnahmen Rechnung, erklärte sie.

Monika Hahn wies darauf hin, dass sowohl hochbegabte Schüler als auch solche mit Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) und Dyskalkulie an der Gesamtschule besonders gefördert würden. Auch die Sprachförderung für Kinder mit einer anderen Basissprache als Deutsch und die im Alltag gelebte Integration hob sie hervor. „All dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern. Ihre Mitarbeit und Kritik ist uns jederzeit willkommen“, betonte die Schulleiterin.

Als Pluspunkte der Gesamtschule führte sie die umfangreichen Sportmöglichkeiten, die sehr gute Arbeitsbibliothek mit PC-Arbeitsplätzen, Projektwochen, Berufswahlorientierung, breit gefächerte Arbeitsgemeinschaften, Freizeitangebote und gutes Essen an. „Sie können uns ihre Kinder anvertrauen“, lautete Hahns Fazit.

Im Anschluss an den Informationsblock schlossen sich viele Besucher gerne einer Schulführung durch Oberstufenschüler an, um die verschiedenen Räumlichkeiten kennen zu lernen. Lehrproben in den Fächern Deutsch, Englisch, Musik, Sport oder Technik stießen auf reges Interesse und bei den Naturwissenschaftlern durfte sogar experimentiert werden. In der Mensa konnten sich die Gäste von der Qualität des frisch zubereiteten Mittagessens überzeugen und im Info-Café standen Mitglieder der Schulleitung interessierten Eltern Rede und Antwort. ▪ msh

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