Pegida und Terror statt Regionale und Östlich Rathaus

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Das „Duo Denkmalschutz“ alias Horst Becker und Hans-Georg Ackermeier gestaltete den musikalischen Rahmen.

Kierspe - Die Kiersper CDU hatte zum Neujahrsempfang in den Ratssaal eingeladen und nicht nur Parteifreunde, sondern auch viele Vertreter der verschiedenen Kiersper Institutionen, von den Kirchengemeinden über die Feuerwehr bis zu Gesamtschule und Heimatverein, waren gekommen.

Von Birgitta Negel-Täuber 

Mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider, gleich mehreren Kreistagsabgeordneten und Politikern aus den umliegenden Kommunen war die CDU auch überregional vertreten.

Aus gesundheitlichen Gründen verhindert war dagegen der Männerchor Kierspe, der den musikalischen Rahmen gestalten sollte. Einen würdigen Ersatz hatte Holger Scheel aber auf der Gästeliste gefunden: Horst Becker und Heinz-Georg Ackermeier alias „Duo Denkmalschutz“ hatten sich ohnehin für den Abend angemeldet und sprangen kurzfristig ein.

Der Neujahrsempfang stand in diesem Jahr in weiten Teilen im Zeichen der Außen- und Sicherheitspolitik. Auch der Stadtverbandsvorsitzende Holger Scheel streifte in seiner Eröffnungsrede die Kommunalpolitik eher am Rande.

Zum einen seien die Positionen der CDU im erfolgreich verlaufenen Wahlkampf hinlänglich dargestellt worden, zum anderen müssten jetzt erst einmal „Aspekte wie Regionale, Gewerbeflächen und Erweiterung von Östlich Rathaus“ abgearbeitet werden.

Stattdessen lenkte er den Blick auf die Polarisierung, mit der derzeit Pegida-Demonstrationen in vielen Städten auf die vermeintliche Gefahr der „Islamisierung des Abendlandes“ reagierten. 

 und Fremdenfeindlichkeit“ der Europäischen Union, die im Ratssaal aushängt. Gleichzeitig beschwor er das Bild der wehrhaften Demokratie, die „dem Terrorismus entschieden entgegen treten“ müsse.

„Duo Denkmalschutz“ sorgt für Begeisterung

Zum Höhepunkt des Abends lenkte Heinz-Georg Ackermeier gekonnt in seiner Anmoderation über. Weil das Programm des „Duos Denkmalschutz“ „seriös und auf den Ehrengast abgestimmt“ sei, stimmte er den Klassiker von Hannes Wader an: „Heute hier, morgen dort“.

Elmar Brok war als Gastredner vor Ort.

Die Zeile passt wohl zu dem umtriebigen Elmar Brok; die Kiersper hatten den langjährigen Abgeordneten des Europaparlaments und Außenpolitiker in diesem Jahr als Gastredner gewonnen. In seinem knapp einstündigen Vortrag stellte Brok die gegenwärtige Migrations- und Sicherheitspolitik in den ganz großen Zusammenhang.

Europa habe für Menschen in von Armut und Krieg bedrohten Ländern eine unglaubliche Strahlkraft, kein Wunder also, dass sich so viele Menschen in von Armut und Krieg bedrohten, Regionen auf den lebensgefährlichen Weg ins „gelobte Land“ machten.

Abschottung nütze nichts, man müsse den Menschen eine Lebensperspektive bieten, das ergebe sich allein aus christlicher Verantwortung. Allerdings seien „knallharte Sicherheitsgesetze“ nötig, um eine radikale, „kleine Minderheit zu isolieren“. Breiten Raum nahm in Broks Rede auch die Ukraine-Krise ein.

Russland gegenüber müsse man „eigene Stärke zeigen, eng zusammenstehen und nie das Gespräch beenden“. Mit einer weiteren musikalischen Einlage des „Duos Denkmalschutz“ und der Verleihung des Bürgerpreises an die Helfer vor Ort endete der offizielle Teil des Abends, der in gemütlicher Runde ausklang.

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