Paul bleibt verschwunden: Private Suche ergebnislos

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Zahlreiche freiwillige Helfer beteiligten sich am Samstagmorgen an der privat organisierten Suche nach dem seit Mittwoch, 8. September, vermissten Waldheimatbewohner Paul Friedrich Treul. ▪

RÖNSAHL ▪ Das Schicksal des seit Mittwoch, 8. September, vermissten 65-jährigen Paul Friedrich Treul aus Rönsahl bleibt weiterhin ungewiss. Das ist das Fazit einer am vergangenen Samstag durchgeführten neuerlichen großflächig angelegten Suchaktion, die aufgrund privater Initiative zustande gekommen war.

Wie mehrfach berichtet, war der Vermisste, Bewohner der Waldheimat in Rönsahl, nach einem Spaziergang und dem Besuch bei einer Bekannten an der Peripherie des Dorfes am frühen Abend nicht zur gewohnten Zeit in das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen zurückgekehrt.

Die daraufhin eingeleiteten diversen Suchaktionen nach dem Verbleib des sprachbehinderten Mannes blieben ohne Resultat. So war unter Einsatzleitung der Polizei tags darauf bereits im unmittelbaren Umfeld der Waldheimat und in den angrenzenden Waldgebieten und Straßenzügen nach der vermissten Person gesucht worden. Das galt gleichermaßen für die Suche aus der Luft per Hubschrauber und Wärmebildkamera sowie den Einsatz von speziell geschulten Hundestaffeln vom Deutschen Roten Kreuz und dem Johanniter-Hilfsdienst, die ebenfalls bei großflächig in der Umgebung des Ortes durchgeführten Suchaktionen keinen brauchbaren Hinweis finden konnten.

Da daraufhin die von der Ordnungsbehörde organisierten und begleiteten offiziellen Suchaktionen eingestellt worden waren, die Anteilnahme der Bevölkerung am ungewissen Schicksal des Betroffenen jedoch eher noch zugenommen hatte, war für Samstagmorgen eine neuerliche Suchaktion anberaumt worden. So hatte der in Düsseldorf wohnende Neffe des Gesuchten, Thorsten Gedaschke, in enger Zusammenarbeit mit der Waldheimat um die Hilfe der Bevölkerung bei einer neuerlichen Suchaktion aufgerufen.

Dieser Appell blieb nicht ungehört und fand mit mehr als fünfzig Personen, die sich am Samstagmorgen zwecks gemeinsamer Suche auf dem Parkplatz des Feuerwehrgerätehauses in Rönsahl eingefunden hatten, eine erfreulich große Resonanz. Leitende Mitarbeiter der Waldheimat übernahmen die Organisation des privat gesteuerten Einsatzes. Dank der großen Beteiligung war es möglich, die Suche nach Paul Treul nicht nur auf den Kernbereich des Dorfes sondern auch auf die nicht unmittelbare Umgebung auszuweiten.

So durchkämmten die in kleine Gruppen aufgeteilten Helfer abermals die anliegenden Waldungen und suchten selbst in den Außenbereichen des Ortes. Kleingruppen durchkämmten das Gebiet außerdem von der Marienheider beziehungsweise Wipperfürther Straße aus in Richtung Rönsahl. Allerdings blieb auch diesen gemeinsamen Bemühungen der Erfolg letztendlich versagt, so dass die Suche am Spätnachmittag abgebrochen wurde und das Schicksal des Vermissten weiterhin ungewiss bleibt.

Nach wie vor wird nicht ausgeschlossen, dass der geistig behinderte Mann sich auch außerhalb seines Wohnorts Rönsahl aufhalten könnte, auch wenn die Hoffnung, den Mann lebend zu finden, mittlerweile recht gering ist. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit der nächstgelegenen Polizeistation in Verbindung zu setzten oder sich beim Neffen des Gesuchten, Thorsten Gedaschke unter der Rufnummer 01 78/6 45 07 02 zu melden, der eine Belohnung von 1000 Euro für das Auffinden von Paul Treul ausgesetzt hat. ▪ cr

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