„Hand in Hand“ hofft auf Gewinn von Fördergeldern

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Ursula Schröder und Claudia Lüsebrink-Wirth, Vorstandsmitglieder des Vereins „Hand in Hand“, erklärten dem Essener Kamerateam den Ablauf im Sozialen Bürgerzentrum.

Kierspe - Kreative Umsetzungen sind keine Mangelware beim „Verein Hand in Hand, Soziales Bürgerzentrum Kierspe“. Mit der neuesten Idee einer Patenschaft zwischen Jung und Alt haben sich die Mitarbeiter beim Ideenwettbewerb der „Kooperation Ruhr“ beworben und gehören zu den fünf Finalisten. Das Kamerateam einer Essener Agentur schaute nun vorbei, um einen Kurzfilm über das Zentrum zu drehen.

Im Bürgerzentrum herrschte am Mittwochnachmittag der üblich hektische Betrieb. Neben dem Angebot des offenen Kaffeetisches war auch die Kleiderkammer geöffnet, bei der zahlreiche Bürger ihre Spenden in großen Kartons abgaben. Mittendrin war diesmal aber auch ein Kamerateam einer Essener Agentur. Es drehte einen kurzen Imagefilm über die Einrichtung für das Finale des Ideenwettbewerbs „Kooperation Ruhr“ der Brost-Stiftung. Am 19. Oktober wird in Mülheim/Ruhr entschieden, ob die Kiersper Institution zu den drei Erstplatzierten gehört, die entweder 15 000, 10 000 oder 5000 Euro Fördergelder für ihr soziales Projekt bekommt. Der Kurzfilm soll das Team und die Projekte im Bürgerzentrum dokumentieren.

„Der Aufhänger des Wettbewerbes, bei dem sich insgesamt 129 Einrichtungen mit ihren Ideen beworben haben, ist der demographische Wandel. Nach kurzer Überlegung hatten wir die Idee einer Patenschaft zwischen älteren Menschen und jüngeren Schülern“, erklärt Ursula Schröder, Vorstandsmitglied bei „Hand in Hand“. So soll ein generations- und nationalitätenübergreifendes Angebot erarbeitet werden, bei dem sich die alten und jungen Menschen in ihrer Freizeit austauschen können. „Das kann das gemeinsame Ausüben von Hobbys sein, zusammen Spielen oder Hilfe bei Hausaufgaben und Schulpflichten“, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Claudia Lüsebrink-Wirth. Wichtig sei dem Team des Bürgerzentrums jedoch, dass alle Tätigkeiten des geplanten Projektes unter fachlicher Aufsicht begleitet werden: „Mit der Förderung würden wir uns bemühen, einen Sozialarbeiter für das Projekt Jung und Alt zu engagieren. Dieser soll bei Problemen beraten und mögliche Konflikte im Vorfeld klären“, erklärt Lüsebrink-Wirth. Die Umsetzung sei mit Hilfe der Fördermittel möglich.

Dass es die Kiersper Einrichtung mit ihrer Idee bis ins Finale der „Kooperation Ruhr“ geschafft hat, freut die Mitarbeiter sehr. „Es ist toll, dass wir es unter die letzten Fünf geschafft haben, aber jetzt wollen wir natürlich auch gewinnen“, sagt Ursula Schröder.

Sollte das Kiersper Bürgerzentrum nicht unter die ersten drei Plätze kommen und somit einen Förderbetrag erhalten, wäre das für die Verantwortlichen auch kein Beinbruch. Die Mitarbeiter sind jetzt schon stolz, dass man durch die Teilnahme am Wettbewerb das Bürgerzentrum über die Grenzen das Sauerlandes hinaus bekannter gemacht hat. Zudem werde man an dem neuen Projekt festgehalten. „Die Idee ist dann nicht gestorben und bleibt bestehen. Wir werden auf die nächstbeste Gelegenheit warten, um das Projekt wie geplant umzusetzen“, sagt Lüsebrink-Wirth.

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